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Fit4Ref Wochennews KW37/ Bundestagswahl SPEZIAL

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Gebündelte News rund um Schule, Bildung und mehr KW 37 (11.09.- 17.09.2017)

Nächste Woche Sonntag ist Bundestagswahl! Was die Parteien in dem Bereich Bildung verändern wollen, erfahrt ihr diese Woche in unserem Wochennews SPEZIAL.

Unsere Bildung liegt in der Hand der jeweiligen Bundesländer. Auch deswegen war Bildung bisher eher ein unübliches Wahlthema. In unserem Grundgesetzt steht aber immerhin: "Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates."

Die FDP behandelt die Bildungspolitik sogar als ein zentrales Thema in ihrem Wahlprogramm. Aber auch die anderen Parteien legen ihren Fokus immer häufiger auf die Bildung. Wir haben uns für dich das Wahlprogramm der CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke und AfD angesehen und wollen dir im Folgenden einen Überblick, über das Vorhaben der Parteien geben.

CDU/CSU

Digitalisierung:

Die CDU/CSU möchten, dass Lehrer ihre digitalen Kompetenzen mit Weiterbildungen verbessern, um Schülern in diesem Bereich in Zukunft besser fördern zu können. Universitäten und Hochschulen sollen dazu in Zusammenarbeit mit den Ländern in Zukunft innovativer und digitaler gestaltet werden. Alle Schulen sollen einen schnellen Internetanschluss bekommen. Dazu möchten die CDU/CSU viel Geld investieren, aber lässt offen wie viel.

Allgemein:

Insgesamt möchte die CDU/CSU wesentlich mehr Geld in die Bildung investieren, als es bisher getan wurde. Die CDU/CSU möchte aber auch, dass Bildung in Zukunft weiterhin Ländersache bleibt.

SPD

Schulen:

Die SPD möchte in den Ausbau von Ganztagsschulen investieren. Durch die sogenannte "Bildungsallianz" soll über 4 Jahre lang von Bund und Ländern 12 Milliarden € in die Sanierung und Digitalisierung von Schulen fließen.

Studium:

Mit dem "Bafög +" möchte die SPD die Finanzierung der Ausbildung erleichtern und flexibler gestalten. Die Universitäten sollen zudem bei der Digitalisierung ihrer Campus-Systeme und Lernplattformen unterstützt werden.

Allgemein:

Die SPD möchte Gerechtigkeit in der Bildung. Dafür soll Bildung vom Kindergarten bis zur Universität für jeden kostenlos sein.

FDP

Schule:

Die FDP möchte eine Sprachförderung für Kinder vor der Grundschule, eine Unterrichtsgarantie für Schüler und zur Förderung der digitalen Bildung für jeden Schüler eine 1000 € Technik-Investition durchsetzen. Komplett kostenfreie Bildung lehnt die FDP ab. Flüchtlinge sollen zur sofortigen Teilnahme am Unterricht berechtigt sein.

Schulen sollen mehr Eigenständigkeit erhalten und über Budget, Personal etc. selber entscheiden können. Diese Entscheidungen sollen transparent nach außen kommuniziert werden und eine Möglichkeit über den Vergleich von Schulen bieten. Außerdem fordert die FDP einheitliche Bildungsstandards und will dazu den Ländern Bildungsaufgaben abnehmen. Abschlüsse sollen dadurch besser vergleichbar werden.

Studium:

Für eine einfachere Finanzierung des Studiums fordert die FDP eine elternunabhängige Förderung. Zudem soll ein Studium durch "nachgelagerte Studiengebühren", also Gebühren nach dem Abschluss des Studiums, finanziert werden können. Außerdem sollen mindestens 15% aller Studenten in Zukunft durch ein Stipendium finanziert werden.

Allgemein:

"Weltbeste Bildung für jeden." lautet der Titel für den über 20 Seiten langen Abschnitt über die Bildungspolitik in dem Wahlprogrammder FDP und ist das Hauptthema der Partei.

Die Grünen

Schule:

Die Grünen fordern ein Recht auf Ganztagsbetreuung für alle Grundschulkinder bis zur 4. Klasse, ein Förderprogramm zur Sanierung von maroden Schulen in Höhe von zehn Milliarden € und vergleichbare Abschlüsse in Deutschland. Außerdem soll Schülern zukünftig Basiswissen in den Bereichen Medien, Informatik und kritischer Medienkunde vermittelt werden.

Studium:

Für eine bessere Finanzierung während dem Studium fordern die Grünen ein Bafög, das zum Leben reicht. Besonders Studierende aus ärmeren Elternhäusern sollen mehr gefördert werden.

Allgemein:

Die Grünen möchten mehr in die Bildung und in den Qualitätsausbau investieren. Außerdem fordern die Grünen die komplette Aufhebung des Kooperationsverbots.

Die Linke

Schule:

Die Linke fordert eine Gemeinschaftsschule, in der länger gemeinsam gelernt wird. Außerdem sollen inklusive Schulen ausgebaut werden. Zudem möchten die Linken freie, nicht-kommerzialisierte Lehr- und Lernmaterialien für alle Bildungsbereiche mit Geld vom Bund fördern. Lehrkräfte sollen vermehrt Kompetenzen im Bereich Medien und Information vermitteln.

Studium:

Zur leichteren Finanzierung des Studiums fordern die Linken ein elternunabhängiges, rückzahlungsfreies Bafög in Höhe von 1050 € Netto. Außerdem sollen Master-Studiengänge zulassungsfrei sein.

Allgemein:

Die Linke möchte das Kooperationsverbot komplett aufheben und Bildung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankern. Außerdem soll ein Bildungsrahmengesetz die Standards der Lehr- und Lernbedingungen festlegen.

AfD

Schule:

Die AfD möchte Sonderschulen erhalten und keine Inklusion an den allgemeinen Schulen. Bundesweit möchte die AfD das neunjährige Gymnasium wieder einführen.

Für Flüchtlingskinder soll die Beschulung auf die Rückführung in ihre Herkunftsländer ausgerichtet sein. Außerdem soll die Teilnahme am Sport- und Schwimmunterricht für muslimische Kinder verpflichtend sein.

Studium:

Die AfD möchte das Bachelor- und Mastersystem wieder abschaffen und zurück zu den Bezeichnungen "Diplom" und "Magister".

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