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Eine gute Klassenarbeit in 6 Schritten erstellen

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Den Sch├╝ler*innen graut es oft davor und f├╝r Lehrer*innen bedeutet sie meist einen zus├Ątzlichen Aufwand: die Klassenarbeit. Mit einer guten Vorbereitung kann die Leistungs├╝berpr├╝fung aber f├╝r beide Seiten deutlich angenehmer werden. Denn wer schon bei der Unterrichtsvorbereitung die Klausur im Hinterkopf hat, erspart seiner Klasse Lernstress und sich selbst Zeit beim Korrigieren. Aber wie erstellt man eine gute Klassenarbeit, um den Wissensstand der Sch├╝ler*innen zu bewerten? Und wie schafft man es, eine Klassenarbeit fair zu gestalten? In diesem Artikel verraten wir dir, worauf du achten solltest, und geben dir hilfreiche Tipps.

┬ę Max Fischer / pexels

Die richtige Vorbereitung ist das A und O bei einer Schularbeit

Jedes Schuljahr startet f├╝r Lehrer*innen mit der Unterrichtsvorbereitung. W├Ąhrend der Lehrplan die Themen vorgibt, liegt es in den H├Ąnden der Lehrer*innen, wie erfolgreich diese Inhalte vermittelt werden. Ob das gelungen ist, zeigt die Klassenarbeit: Anhand der Ergebnisse siehst du nicht nur, ob deine Klasse etwas dazugelernt hat, sondern auch, ob dein Unterricht gut geplant und die Klausur fair gestaltet war.

Die Klassenarbeit ist ein wichtiger Meilenstein f├╝r Lehrer*innen und Sch├╝ler*innen. Besonders wenn es um deine ersten Klausuren geht, solltest du sie deshalb keineswegs auf die leichte Schulter nehmen. Denn wer schon im Voraus ├╝ber die Punkteverteilung und den Erwartungshorizont nachdenkt, spart sich sp├Ąter viel Zeit bei der Korrektur. Gleichzeitig kannst du deine Klasse besser auf die Leistungs├╝berpr├╝fung vorbereiten. So k├Ânnen die Sch├╝ler*innen die Klausur gelassen antreten und ganz ohne Pr├╝fungsstress zeigen, was sie drauf haben.

Faire Klassenarbeiten gestalten: Schritt f├╝r Schritt

Eine gute Klassenarbeitet besteht aus angemessenen Aufgaben und einer ├╝bersichtlichen Struktur. Wir erkl├Ąren dir Schritt f├╝r Schritt, wie du das umsetzt und deine Arbeiten optimal vorbereitest.

Abbildung 1: Klassenarbeiten in 6 Schritten erstellen

1. Inhalte festlegen: Was soll gepr├╝ft werden?

Zu Beginn machst du dir einen ├ťberblick ├╝ber alle vermittelten Themenbereiche und legst fest, welche Inhalte in der Klausur vorkommen sollen. Welche Kenntnisse und Kompetenzen sollen die Sch├╝ler*innen aus dem Unterricht mitgenommen haben? Anschlie├čend kannst du die Aufgaben formulieren.

2. Aufgaben formulieren

Die Aufgaben sollten fair, klar und abwechslungsreich sein. Fair bedeutet, dass die Aufgaben den durchgenommenen Unterrichtsstoff spiegeln. Klare Aufgaben sind leicht zu verstehen und werfen keine Fragen auf. Nutze dazu vor allem Signalw├Ârter wie zum Beispiel nenne, berechne oder diskutiere.

Abwechslungsreiche Aufgaben beinhalten unterschiedliche Frageformen und erlauben Antworten auf unterschiedlichen Leistungsniveaus. Du kannst beispielsweise Multiple-Choice-Fragen nutzen, um gezielt Wissen abzufragen. Mithilfe von offenen Fragen kannst du sehen, ob deine Sch├╝ler*innen dieses Wissen auch anwenden k├Ânnen. Die Antworten geben Aufschluss ├╝ber das Leistungsniveau. Werden beispielsweise nur Begriffe genannt, oder werden diese auch in ausformulierten S├Ątzen erkl├Ąrt? Die jeweilige Antwort kannst du dann mit weniger oder mehr Punkten bewerten.

Vielleicht fallen dir bereits bei der Unterrichtsplanung passende Aufgaben ein. Notiere dir die Fragen und ├╝berlege, wie du sie leicht umwandeln kannst. So kannst du eine ├Ąhnliche Aufgabe bereits in deinem Unterricht einbinden und sie mit den Sch├╝ler*innen ├╝ben.

3. Punkte f├╝r die Aufgaben vergeben

Um die Klassenarbeiten zu bewerten, solltest du festlegen, wie viele Punkte maximal erreicht werden k├Ânnen. ├ťberlege dir dann, wie viele Punkte die einzelnen Aufgaben wert sind. Je nachdem, wie schwierig eine Aufgabe ist, sollte die Beantwortung entsprechend mehr Punkte einbringen. Einen weiteren Anhaltspunkt liefert der Umfang der Antwort. Eine Multiple-Choice-Aufgabe ist schnell erledigt, w├Ąhrend eine selbst verfasste Antwort deutlich mehr Zeit kostet. Das sollte sich in der Punkteverteilung spiegeln.

Starte generell mit leichten Aufgaben und nenne die Punkte pro Aufgabe. So k├Ânnen deine Sch├╝ler*innen erkennen, f├╝r welche Aufgaben sie mehr Zeit einplanen sollten.

4. Klassenarbeit ├╝bersichtlich gestalten

Ein klarer Aufbau und eine sinnvolle Gliederung helfen den Sch├╝ler*innen dabei, in einer Pr├╝fungssituation ruhig zu bleiben. Achte also darauf, dass du alle Fragen nummerierst und wichtige Informationen fett markierst oder unterstreichst. Zudem sollte deine Klassenarbeit nicht l├Ąnger als zwei Seiten sein, damit deine Sch├╝ler*innen nicht schon beim ersten Anblick nerv├Âs werden.

Gerade bei deinen ersten Klassenarbeiten kann es hilfreich sein, jemanden zu bitten, den Entwurf Korrektur zu lesen. So kannst du sichergehen, dass die Klausur leicht verst├Ąndlich und ├╝bersichtlich ist.

5. Klassenarbeit selbst l├Âsen

Um sicherzustellen, dass der Umfang deiner Arbeit passt, solltest du die Aufgaben selbst l├Âsen. Hier spielt vor allem die Zeit eine Rolle: Deine Sch├╝ler*innen sollten die Klassenarbeit problemlos in der vorgesehenen Zeit bearbeiten k├Ânnen. Kommen deine Sch├╝ler*innen in Zeitnot, arbeiten sie unsorgf├Ąltig und es kommt zu Fl├╝chtigkeitsfehlern. Plane deshalb lieber einen Puffer von zehn Minuten ein.

Der Probedurchgang zahlt sich gleich doppelt aus. Dank ihm erstellst du eine Musterl├Âsung deiner Klausur, mit der du deine Erwartungen an die Antworten abstecken kannst. Das erspart dir viel Zeit bei der Korrektur.

6. Notenschl├╝ssel definieren

F├╝r eine transparente Bewertung musst du im Vorfeld einen Notenschl├╝ssel festlegen. Du kannst online einen Notenschl├╝ssel berechnen, um die Punkteverteilung auf die Notenskala zu ├╝bertragen. Den Notenschl├╝ssel kannst du auf der Klassenarbeit angeben, um die Bewertung nachvollziehbar zu machen.

Wichtig: ├ändere den Notenschl├╝ssel w├Ąhrend der Korrektur nicht mehr! Du hast den Aufgaben eine Punktzahl zugewiesen und Erwartungen an die Antworten bestimmt. Wenn du feststellst, dass der Notendurchschnitt eher schlecht ist, kann das unterschiedliche Gr├╝nde haben. Als Konsequenz solltest du mit deiner Klasse sprechen, um herauszufinden, wo das Problem lag. Vielleicht waren die Inhalte der Klassenarbeit nicht realistisch, oder aber die Sch├╝ler*innen sind im Unterricht nicht hinterhergekommen. In beiden F├Ąllen kannst du etwas daraus lernen. Im Zweifelsfall kann eine Wiederholungsklausur geschrieben werden.

Weitere Tipps f├╝r eine gute Klassenarbeit

Bereits die Unterrichtsvorbereitung muss einen roten Faden haben und gut strukturiert sein, damit du gute Klassenarbeiten erstellen kannst. Denn im Endeffekt zeigt das Ergebnis der Klassenarbeit, wie gut die Sch├╝ler*innen die Unterrichtsinhalte verstanden haben. Dar├╝ber hinaus gibt es noch andere Dinge, auf die du vor und nach der Klausur achten kannst.

Vor der Klassenarbeit

  • K├╝ndige den Termin rechtzeitig an.
  • Gehe mit deinen Sch├╝ler*innen durch, welche Kenntnisse du von ihnen erwartest.
  • Informiere deine Sch├╝ler*innen, welche Unterlagen und Hilfsmittel sie brauchen.

Nach der Klassenarbeit

  • Korrigiere gerecht und nachvollziehbar.
  • Lobe deine Sch├╝ler*innen.
  • Nutze deine erstellten Klassenarbeiten als Vorlage und variiere die Aufgaben mit Umformulierungen und inhaltlichen Anpassungen.

Fazit: Eine gute Vorbereitung von Klassenarbeiten lohnt sich

Wenn du bereits bei der Unterrichtsplanung ├╝berlegst, welche Inhalte deine Sch├╝ler*innen beherrschen sollen, ersparst du dir viel Zeit beim Erstellen von Klassenarbeiten. Damit stehen die Inhalte f├╝r die Klassenarbeit n├Ąmlich schon fest und du kannst die Sch├╝ler*innen gut darauf vorbereiten. Mit den passenden Aufgaben und einer guten Struktur ist deine Klassenarbeit dann ein faires Mittel, um ihr Wissen und ihre F├Ąhigkeiten abzufragen.

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