Für mehr Aufmerksamkeit sorgen: Konzentrationsübungen für die Grundschule

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Besonders für Kinder kann eine Unterrichtsstunde ganz schön lang werden. Mithilfe von Konzentrationsübungen für die Grundschule kannst du Abwechslung in deine Stunden bringen und die Aufmerksamkeit deiner Schüler*innen verbessern. So läuft nicht nur dein Unterricht besser, auch deine Schützlinge können Aufgaben besser bearbeiten und haben größere Lernerfolge. Wir zeigen dir hier, mit welchen Übungen du die Konzentration deiner Klasse erhöhen kannst.

Konzentrationsübungen für die Grundschule

Konzentrationsübungen sorgen für bessere Lernerfolge

Egal ob das Wetter, der Sitznachbar oder einfach nur ein Gedanke – wer sich schnell ablenken lässt, dem fällt es schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Dadurch kommen neue Informationen gar nicht erst an, oder gehen in das eine Ohr herein und kommen aus dem anderen wieder heraus. Das kann für Schüler*innen demotivierend sein.

Konzentration ist wichtig, um dazuzulernen und Lernerfolge zu haben. Mit Konzentrationsübungen kannst du nicht nur einzelne Schüler*innen beim Lernen unterstützten, sondern sorgst bei allen für einen frischen Kopf und schaffst so eine produktive Lernatmosphäre.

Konzentrationsschwächen können viele Ursachen haben. Neben einem Schlafmangel, fehlender Erholung oder zu wenig Bewegung kann beispielsweise auch ein zu volles Freizeitprogramm ausschlaggeben sein. Diese Dinge liegen oft nicht in den Händen einer Lehrkraft. Was du jedoch tun kannst, ist die Konzentrationsfähigkeit deiner Schüler*innen mit verschiedenen Übungen zu trainieren.

Konzentrationsübungen für die Grundschule

Vor allem für Kinder ist es schwer, sich über längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Je älter sie sind, desto länger ist die Aufmerksamkeitsspanne. Nichtsdestotrotz sollte in der Grundschule bei viel Input alle 15-20 Minuten eine kleine Pause eingelegt werden. Zudem helfen Bewegung, Entspannung, Abwechslung und Kreativität, die Konzentration zu fördern.

Konzentrationsübungen kannst du mit überschaubarem Aufwand in deine Unterrichtsstunden einbinden. Du kannst sie sogar zu einem Ritual machen: Am Anfang der Stunde, um die Gehirnzellen in Schwung zu bringen, oder zwischendurch, um kurz abzuschalten und anschließend wieder durchstarten zu können.

Konzentrationsübungen für die Grundschule
Abbildung 1: Konzentrationsübungen für die Grundschule

Kopfüber lesen

Um die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern, kannst du mit deinen Schüler*innen kopfüber lesen. Such dazu einen Text aus, der zur Lesekompetenz deiner Klasse passt. Dann könnt ihr euch in einen Stuhlkreis setzen. Der Reihe nach darf dann jedes Kind einen Satz rückwärts entziffern und vorlesen.

Alternativ kann der Satz auch rückwärts gelesen werden. Statt eines ganzen Satzes, funktionieren beide Varianten ebenfalls mit einem einzelnen Wort.

ABC rückwärts aufsagen

Eine gute Übung, um die Unterrichtsstunde zu beginnen, ist es, das ABC rückwärts aufsagen zu lassen. Ihr könnt euch wieder in einen Stuhlkreis setzen oder jeder bleibt an seinem Platz. Reihum kommt jedes Kind einmal dran.

Als Variation können die Schüler*innen das ABC in der richtigen Reihenfolge aufsagen und dabei einen bestimmten Buchstaben auslassen.

Wolken lesen

Im Sommer sorgt Wolken lesen für eine kreative Abwechslung vom Unterricht. Gehe dazu mit deiner Klasse nach draußen und legt euch auf den Boden. Leite sie an, die Wolken zu beobachten und Formen zu suchen. Das kann alles Mögliche sein – ein Schnauzer, ein Löwe oder eine Trompete. Wenn sie eine Form gefunden haben, können die Kinder die Augen für fünf Sekunden schließen und versuchen, die Form anschließend wiederzufinden.

Bewegungsspiele

Eine bewegte Pause kann Wunder bewirken, wenn du gerade mit deinen Schüler*innen ein neues Thema begonnen hast und die Luft raus ist. Aber auch sonst können Bewegungsspiele für eine kleine Erholung sorgen. Das Gehirn wird dadurch mit mehr Sauerstoff versorgt und ist wieder bereit, neue Informationen aufzunehmen.

Zum einen kannst du leichte Dehn- oder Yoga-Übungen anleiten, die die Schüler*innen direkt an ihrem Platz machen können. Andererseits kann die Körperkoordination geschult werden: Während man sich auf den Klopf klopft, kreist man mit der Hand über den Bauch.

Gemeinsam meditieren

Regelmäßiges meditieren hilft dabei, achtsamer und präsenter zu sein. Das wirkt sich positiv auf die Aufmerksamkeitsspanne deiner Schüler*innen aus. Inspiration sowie Anleitungen für Mediationen findest du online oder direkt in unserer Unterrichtsmaterialdatenbank. Weitere Achtsamkeitsübungen wie bewusstes Atmen, Fantasiereisen oder ein Körper-Scan stellen wir dir hier vor.

Gedächtnis trainieren

Gedächtnistraining fördert nicht nur die Konzentration, sondern hilft auch dabei, sich das Gelernte besser zu merken. Mögliche Übungen oder Spiele sind:

  • Ich packe meinen Koffer
  • Wortketten
  • Schulweg beschreiben

Als Morgenritual kannst du dir beispielsweise immer wieder eine neue Frage ausdenken: Was gab es heute zum Frühstück? Was habt ihr Samstagnachmittag gemacht? Wann hattet ihr das letzte Mal etwas Rotes an?

Fazit: Konzentrationsübungen für ein besseres Lernklima

Die Konzentration ist manchmal einfach am Ende – das kann man bei Kindern besonders gut beobachten. Während du als Lehrkraft viele Faktoren wie Stress, schlechter Schlaf oder zu wenig Bewegung nicht beeinflussen kannst, musst du den Kopf deshalb nicht in den Sand stecken. Mithilfe von Konzentrationsübungen kannst du mit deinen Schüler*innen trainieren, sich zu fokussieren. Gleichzeitig sorgen sie für kleine Erholungspausen für das Gehirn. Daraus resultieren gleich mehrere Vorteile: Insgesamt können Konzentrationsübungen in der Grundschule das Lernklima verbessern, wodurch es weniger Unterrichtsstörungen und größere Lernerfolge gibt.

Quellen

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