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Neben der Theorie ausreichend Praxiserfahrungen sammeln: Duales Lehramtsstudium

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Ich bin Jessy von @lehrfreude und in diesem Beitrag erzähle ich Dir, wie ich zu meinem dualen Lehramtsstudium gekommen bin.

Meine Vorstellungen nach dem Abitur waren klar. Entweder mache ich eine Ausbildung oder ein duales Studium. Nur studieren und kein Geld verdienen, auf den Kosten der Eltern leben, das kam für mich nicht in Frage. Trotzdem studiere ich nun im 6. Semester Lehramt in Vollzeit, so scheint es zunächst. Für den Übergang von Abitur zu Beginn des Studiums suchte ich einen Nebenjob. Dieser Job sollte allerdings etwas mit meinem späteren Berufsfeld zu tun haben. Ich konnte mir nicht vorstellen weiterhin zu kellnern oder im Einzelhandel zu arbeiten. Der Job sollte mich für die Zukunft bereichern. Na und was bietet sich da besser an, als in der Schule nachzufragen. In der letzten Sommerferienwoche rief ich in der Schule an, wurde die Woche darauf zu einem Gespräch eingeladen und die in der nächsten Woche durfte ich schon anfangen zu arbeiten. Ja, so einfach kann es manchmal gehen.

Ich wurde als Ganztagsmitarbeiterin eingestellt, durfte Hausaufgabenbetreuungen und AGs leiten. Das alles bereitete mir viel Freude und ich wollte es gerne während meines Studiums weitermachen. Natürlich hatte ich weniger Zeit zum Arbeiten, allerdings war meine Schulleitung sehr verständnisvoll und ich durfte weiterhin dort arbeiten. Es war bereichernd für mich, oft habe ich dort mehr gelernt als im Studium.

Vor einem halben Jahr kam mir die Idee als Vertretungslehrerin zu arbeiten, da ich mehrere Vormittage in der Woche frei und somit Zeit dafür hatte. Ich fragte also bei meiner Schulleitung nach und wurde dieses Jahr im Februar als Teilzeitlehrkraft eingestellt. Es war das Beste, was mir passieren konnte. Ich will nicht sagen, dass es immer leicht ist, das alles unter einen Hut zu bekommen, aber ich lerne so viel im Schulalltag und besonders von den Kindern. Es ist hart, eine Balance zwischen Studium und Schule zu finden, zumal ich keine geregelten Arbeitszeiten habe. Meine Chefin ruft mich an, sobald sie mich braucht. Oft fahre ich direkt von der Schule in die Uni oder umgekehrt. In der Uni habe ich meist 12 bis 15 Stunden, die ich anwesend sein muss. Nebenbei muss noch gelernt werden. In der Schule können in einer Woche ebenfalls bis zu 15 Stunden die Woche anfallen.

Warum ich mir den Stress antue? Die Arbeit in der Schule ist mein Highlight in der Woche, ich betrete die Schule mit einem Lächeln und verlasse sie auch wieder mit einem Lächeln. So anstrengend es auch ist, es macht mich glücklich. Die Schulleitung hat vollstes Vertrauen in mir, ich kann mich in allen Fächern ausprobieren und werde nicht benotet. Ich kann, in meinem selbst zusammengestellten dualen Lehramtsstudium, wertvolle Erfahrungen in der Schulpraxis sammeln, die ich im Studium nicht bekomme. Außerdem befinde ich mich in keiner Prüfungssituation, wie später im Referendariat.

Und Du kannst das auch. Mach Dir Dein eigenes duales Lehramtsstudium, sammle wertvolle Erfahrungen, die Dir kein Studium bieten kann. Viele Schulen nehmen Studenten dankbar auf!

Mehr zu Jessy

Jessy studiert im 6. Semester Grundschullehramt mit den Fächern Germanistik und evangelische Theologie. In ihrer Freizeit geht sie gerne Tanzen, Reiten und genießt die Natur. 

Auf ihrem Instagram Profil @lehrfreude berichtet Jessy von ihrem Leben zwischen Studium und Schule, gibt Dir hilfreiche Tipps für Dein Lehramtsstudium sowie Deinen Unterricht auf den Weg und inspiriert zudem mit tollen Outfit- und Rezept-Ideen. Lass Dir all dies nicht entgehen und folge ihr! Hier geht es direkt zu ihrem Profil: @lehrfreude

 

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