#Unterricht

Quidditch ganz ohne Magie

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(C) goeffrey_pht / Unsplash

Nimbus 2000 oder doch Feuerblitz? Dieses Problem stellt sich Dir und Deinen Schülern*innen beim Quidditch-Turnier im Sportunterricht wohl nicht. Wenn einen die Schwerkraft auf dem Boden hält muss eine andere Lösung her: Nicht-Zauberer nehmen einfach Plastikrohre oder Holzstiele als Besen und laufen, statt zu fliegen.

Quidditch ist eine Kontaktsportart, die eine Mischung aus Rugby und Handball darstellt. Auf dem Spielfeld finden sich jedoch alle Elemente aus der Zauberwelt wieder, die der Erdanziehung standhalten: Jedes Team hat einen großen Ring, durch den ein Ball geworfen werden kann, um Tore zu erzielen. Jeder Spieler hat außerdem ein Plastikrohr oder Besenstiel, der die gesamte Zeit zwischen den Beinen gehalten werden muss, denn Quidditch wird einhändig gespielt.

Wie Du mit Deinen Schülern*innen in die Harry Potter eintauchst und was Du dafür benötigst, erklären wir Dir in der Spielvorbereitung, -ablauf und -regeln.

  • 2 Reifen
  • 2 Sprungseile
  • 1 Volleyball (als Quaffel)
  • 2 Softbälle (als Klatscher)
  • 1 gelbes Tuch
  • Farbige Parteibänder

Zwei Reifen werden jeweils mit einem Sprungseil zwischen einem Ringepaar befestigt und bis unter die Decke hochgezogen. Ein Punkteschreiber (evtl. Sportlehrer) wird bestimmt. Danach werden zwei Mannschaften gebildet, wobei ein unparteiische*r Schüler*in die Rolle des Schnatz übernimmt. Die restlichen Schüler*innen erhalten zur besseren Unterscheidung der beiden Mannschaften farbige Parteibänder.

  • Der Schnatz bekommt das gelbe Tuch in die Hose gesteckt und wird während des Spiels durch die Halle laufen.
  • Jede Mannschaft bestimmt einen Sucher, der sich anfangs in einer Ecke der Halle aufstellt und später versucht den Schnatz oder vielmehr das gelbe Tuch zu fangen.
  • Weiterhin bestimmt jede Mannschaft zwei Treiber, die jeweils gemeinsam einen Softball (als Klatscher) erhalten und während des Spiels versuchen, mit ihrem Klatscher die Spieler der anderen Mannschaft abzuwerfen (insbesondere die im Quaffelbesitz oder die Sucher). Wurde man von einem Klatscher getroffen, fällt man sozusagen vom Besen und muss sich erst an einer bestimmten Stelle der Hallenwand „freischlagen“, bevor man wieder weiterspielen darf. (Bei Mannschaften von jeweils mehr als zehn Personen, kann überlegt werden, mehr Trainer einzusetzen.)
  • Zudem wählt jede Mannschaft einen Hüter aus, der den eigenen Torring bewacht.
  • Der restlichen Spieler*innen der Mannschaft sind Jäger, die sich den Quaffel zuspielen bzw. versuchen, ihn durch den gegnerischen Ringe zu werfen. Jeder Treffer gibt 10 Punkte.
  • Die Mannschaft, die den Schnatz fängt, bekommt 150 Zusatzpunkte.
  • Ist der Schnatz gefangen ist das Spiel aus.
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