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Unterrichtseinstieg gestalten: frisch in den Unterricht starten

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Das Referendariat ist häufig ein Sprung ins kalte Wasser. Hattest Du auf der Universität nur die pure Theorie vor Dir liegen, wirst Du in der Realität schnell von diversen Charakteren und unterschiedlichen Hürden und Problemen eingeholt. Viele Schüler, viele Köpfe und viele Persönlichkeiten. Da ist die perfekte Planung Deines Unterrichts häufig das A und O. In der Praxis bedeutet eine gute Planung jedoch auch, mit allen möglichen Eventualitäten zu rechnen und häufig umdisponieren zu müssen. In diesem Beitrag erfährst Du von Fit4Ref, wie Du Dich am besten auf den Unterricht im Referendariat vorbereiten kannst.

© Canva / Wavebreakmedia Getty Images Pro
Unterrichtseinstieg gestalten: frisch in den Unterricht starten

Der perfekte Unterrichtseinstieg: Durchgeplant oder spontan?

Bist Du eher der Typ Referendariatsanwärter, der seinen Unterricht bis ins kleinste Detail plant und vorbereitet oder gehst Du eher nach der „Laissez-faire“-Methode vor und überlässt den Unterrichtsverlauf gerne dem Zufall und spontanen Interaktionen mit Deinen Schülern? Achtest Du dabei auf Abwechslung und Methodenvielfalt oder hast Du Deine bewährten Unterrichtsmethoden, die ständig eine Konstante statt eine Variable sind? Der Unterrichtseinstieg stellt gewissermaßen die Weichen für eine erfolgsgekrönte Unterrichtsstunde dar, kann aber auch zur totalen Katastrophe führen.

Vielfältige Möglichkeiten, Deinen Unterricht durch tolle Einstiege zu erfrischen

Einige Möglichkeiten, wie Du Deinen Unterricht erfrischend einläuten kannst sind beispielsweise körperliche Aufwärmübungen, um den Kreislauf zu aktivieren und die Stunde zu beginnen. Das können Kniebeugen, Armdehnungsübungen oder einfache Kopfrechnungsaufgaben sein.

Hier anbei haben wir für Dich einige Beispiele für tolle Einstiegsmöglichkeiten zusammengestellt:

  • Stundeneröffnungsrituale (Gebet, Turnübung, Rechenaufgabe, Befindlichkeitsrunde)
  • Stoffliche Aufwärmübungen (eine spontane Frage zur letzten Unterrichtsstunde)
  • Informierende Einstiege
  • Spielerische Einstiege
  • Problemorientierte Einstiege
  • Kooperative Einstiege
  • Objektorientierte Einstiege
  • Kreative Einstiege
  • Assoziative Einstiege

Dadurch fokussierst Du die Aufmerksamkeit Deiner Schüler auf eine gewisse Thematik und sorgst sogleich auch für Ruhe. Deine Schüler arbeiten tatsächlich aktiver am Unterricht mit, wenn sie „Aha-Erlebnisse“ feststellen und sich aktiv am Unterricht beteiligen dürfen.

Nun wollen wir einige dieser Einstiege genauer erläutern:

Problemorientierter Einstieg – das Verfremden

Wenn Deine Schüler schon eine Vorstellung vom Unterrichtsgegenstand haben, erwarten sie etwas Vertrautes und genau da kannst Du durch Verfremdung punkten, sie überraschen und dazu bewegen ihre eigene Meinung und Einstellung zu überdenken, kritisch zu hinterfragen und neu zu sortieren. Zur Verfremdung werden in aller Regel Bilder oder Texte eingesetzt. Du kannst beispielsweise ein Experiment machen und die Schüler Texte lesen lassen, in welchem Mädchen mit Autos spielen und Jungs sich als Balletttänzer üben. Zwar wird das erstmals für Gelächter sorgen, die Schüler werden jedoch auch nachdenken und über Rollenbilder sinnieren.

Objektorientierter Einstieg: Angebotstisch sowie Ideenkiste

Du bereitest praktisch einen Angebotstisch zum Thema Wiesenblumen vor. Du kannst die getrockneten oder frischen Wiesenblumen entweder selbst mitbringen und die Schüler damit überraschen oder Du involvierst Deine Schüler und lässt jeden Schüler eine Wiesenblume mitbringen, die Du vorher „verlost“. So müssen sich die Schüler aktiv mit der Natur auseinandersetzen und lernen noch etwas über die Botanik dazu.

Bei der Ideenkiste verhält es sich so, dass die Schüler die Möglichkeit haben, auf spielerische Weise zu forschen und weiterzudenken. Du kannst die Ideenkiste mit Ideen-Zetteln, Aufgaben, Vorlagen und Werkzeugen befüllen, die zum Forschen animieren. Gegebenenfalls besitzt Du eine Kartei mit Karteikarten für kurze Experimente oder mathematische Herausforderungen. Als Werkzeuge kannst Du gerne Lupen, Magnete, Ferngläser oder ein Maßband nehmen. Dies fördert den Zusammenhalt in der Gruppe und selbstverständlich regt es die Neugierde an.

Assoziativer Einstieg: Versuche Dich mit Comiczeichnen

Gibt es einen innergemeinschaftlichen Klassenkonflikt und trauen sich Schüler nicht sofort, diesen öffentlich anzusprechen? Da könnte Dir die Comic-Methode gut helfen. Verteile einfach vorgefertigte Comicblätter, die eine gewisse Situation zwischen fiktiven Personen darstellt und lass die Sprechblasen leer. Somit haben Deine Schüler die Möglichkeit, ihren Gedanken, Wünschen, Kritikpunkten und Missmut freien Lauf zu lassen. Sie beschäftigen sich zudem mit einer gewissen Thematik. Du kannst natürlich Deine Schüler dazu animieren, selbst zu zeichnen. Besprich gemeinsam in der Gruppe in vollkommener Anonymität die erhaltenen Comic-Bilder. So lernen Deine Schüler, über Konflikte oder Probleme offen zu sprechen.

Faktoren, die einen frischen Unterrichtseinstieg garantieren

Nun hast Du einige Dinge über die didaktischen Unterrichtseinstiege kennengelernt. Es ist unumstritten, dass eine gute und helle Beleuchtung, Bewegung und eine frische Luftzirkulation die Konzentration fördern. Bei der Gestaltung Deiner Unterrichtsstunden solltest Du bedenken, dass ab Mittag (nach der Mittagsmahlzeit oder Brotzeit) die Leistungskurve – und somit auch die Konzentration retrograd abbaut. Das sogenannte Leistungstief setzt ein.

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