Alternative Berufe nach der Lehramtsausbildung

Lehramt? Ein Traumberuf! – Das hast du bestimmt gedacht, als du dich für das Studium entschieden hast. Nach ungefähr fünf Jahren Studium begann dann das Referendariat. Das Referendariat ist eine schwierige Zeit, die dich an deine Belastungsgrenze bringen kann. Einige werden darin bestätigt, dass sie sich für das richtige Studium entschieden haben, andere hingegen stellen sich nun die Frage, ob es sich dabei wirklich um ihren Traumberuf handelt. Aber kein Grund zum Verzweifeln – wir zeigen dir alternative Berufe auf, die du mit deiner Lehramtsausbildung ausüben kannst. Denn dein Job sollte dir Spaß machen!

Alternative Lehramt

Lehramt und Alternativen: Neue Spezialisten braucht das Land!

Wann entscheide ich mich für einen alternativen Beruf nach der Lehramtsausbildung?

Es ist sicherlich nicht für jeden der beste Beruf der Welt und manchmal scheitert man einfach. Vielleicht schafft man das Referendariat mit Hängen und Würgen, vielleicht auch nicht. Nicht jede*r macht positive Erfahrungen im Referendariat. Wenn das auf dich zutrifft und du einen alternativen Beruf nach der Lehramtsausbildung ausüben willst, dann ist das völlig in Ordnung. Manch eine*r war auch einige Jahre gestandene*r Lehrer*in, bevor die Erkenntnis kam: Ich kann in diesem Beruf auf Dauer nicht arbeiten. Doch besser etwas später zu dieser Erkenntnis kommen und sich diese eingestehen, als nie und Jahre in einem Beruf verbringen, der einen gar nicht erfüllt! Denn daraufhin hat man die Chance, etwas in seinem Leben zu ändern und einen neuen Weg einzuschlagen. Auf diesem neuen Weg muss das Lehramtsstudium auch nicht umsonst gewesen sein, sondern du kannst daraus sicherlich einen Nutzen ziehen! Dein abgeschlossenes Lehramtsstudium öffnet dir nicht nur das Konferenzzimmer, sondern auch alternative Berufswege sind damit möglich.

Wie reagiert mein Umfeld auf meine alternative Berufswahl nach der Lehramtsausbildung?

Wenn du deinem Umfeld davon erzählst, dass du mit deiner Lehramtsausbildung lieber einen alternativen Beruf ausüben willst, reagiert das Umfeld oft schwer schockiert.

"Aber warte doch erstmal ab, vielleicht ...", "Nach so kurzer Zeit kannst du doch nicht sagen, dass ...", "Sicher, dass du es nicht doch schaffst, wenn ...?", "Halte durch, XY hat gesagt ...". So klingen schnell die Sätze der Lieben, die noch nicht ganz glauben wollen, dass du nun fortan kein*e Lehrer*in mehr sein kannst oder willst.

Gerade für diejenigen, die das Referendariat abbrechen oder nicht bestehen, ist diese Zeit besonders schwierig. Häufig braucht man dann ganz viel Kraft – insbesondere, weil meist der kleine Rest Selbstbewusstsein, der sich in den vergangenen Monaten stetig verkleinert hat, wieder gerettet werden muss.

"Wenn ich das nicht kann, kann ich vielleicht gar nichts", "Wer will mich schon nehmen?", "Es gibt doch gar keine alternativen Berufe für mich.", "Ich ende mit Hartz IV auf dem Sofa!".

Dies sind Gedanken, die einem dann häufig im Kopf herumwirbeln und das Leben schwer machen. Es ist eine Art Trauerprozess, sich von der alten Lebensplanung zu verabschieden und neu anzufangen. Glück hat, wer Unterstützung bekommt. Wer in seinem Umfeld keine bekommt oder einfach auch Erfahrungsberichte braucht, sollte sich in Foren umsehen. Empfehlenswert ist die Gruppe "Lehrer auf Abwegen", welche auf Facebook zu finden ist. Wenn du dich in einer solchen Situation befindest, sollte dir auch eins klar werden: Du bist nicht alleine! Du bist nicht die erste Person und auch nicht die Letzte, der das passiert!

Und ja, es darf dir auch wehtun – das ist völlig in Ordnung und auch normal, wenn man einen Misserfolg erlebt. Wichtig ist: positiv bleiben! Denn alles passiert aus einem Grund und wer weiß – vielleicht führt dich genau die Erkenntnis nach dem Referendariat zu deinem wirklichen Traumjob! Denn alternative Berufswege hast du auch nach der Lehramtsausbildung.

Alternative Berufe zur Lehramtsausbildung

Nun fragst du dich aber bestimmt, welche alternativen Berufswege du nun mit deinem Lehramtsstudium ausüben kannst. In solchen Zeiten ist es wichtig, sich klar zu werden, wo die eigenen Stärken liegen, was man tun möchte usw. Möchtest du beispielsweise in einem sozialen Beruf bleiben oder lieber mit deinen Fächern in die Wirtschaft gehen?

Zudem ist es besonders wichtig, sich bewusst zu machen, dass man keinen wertlosen Abschluss gemacht hat! Deine fünf Jahre Studium waren nicht umsonst und nein, du bist auch nicht der/die letzte Idiot*in, die/der nichts auf die Reihe bekommt. Es gibt auch für dich eine Stelle da draußen, die dich hoffentlich glücklich machen wird.

Andere pädagogische Berufe als Alternative zur Lehramtsausbildung

Wer einen Masterabschluss hat, kann schon einmal aufatmen, denn mit diesem Abschluss liegt meist eine Qualifizierung für viele pädagogische Berufe vor. Davon müssen nur noch zukünftige Arbeitgeber*innen überzeugt werden. Wer noch das erste Staatsexamen gemacht hat, sollte sich auf jeden Fall an sein zuständiges Kultusministerium wenden, um eine Anerkennung für einen Bachelor oder Master zu bekommen. Je nach Bundesland liegt der "Wert" des Studiums eher bei einem Bachelor oder bei einem Master.

Verlag als Alternative zur Lehramtsausbildung

Und ja, es gibt für dich sicherlich passende Stellen! Zunächst kannst du dir überlegen, ob du in einem Verlag – vielleicht sogar in einem Schulbuchverlag – arbeiten möchtest. Solche Stellen gibt es allerdings nicht wie Sand am Meer, weshalb man sich unter Umständen darauf einstellen muss, die Stadt zu wechseln. Das wäre aber beispielsweise eine der Alternativen, die du mit deinem Lehramtsstudium machen kannst und das dir womöglich mehr Freude bringt, als dich tagtäglich über frechen Schüler*innen zu ärgern.

Weitere alternative Berufe zur Lehramtsausbildung

Weitere Möglichkeiten sind beispielsweise Tätigkeiten bei freien Bildungsträgern oder Arbeiten im sozialpädagogischen Bereich, Beratungsbereich, wie beim Arbeitsamt oder Jugendamt, im Personalmanagement oder in der Wirtschaft, wie über eines deiner Fächer.

Mach dir bewusst, dass du über dein Studium und deine Ausbildungszeit wichtige Kompetenzen erworben hast. Dennoch müssen meist Weiter- und/ oder Fortbildungen besucht werden. Um sich beispielsweise ein Aufbaustudium zu finanzieren, kannst du auch als Vertretungslehrer tätig sein.

Fazit zu den alternativen Berufen zum Lehramtsstudium

Wie du siehst, gibst es vielfältige Alternativen zum typischen Lehrerberuf – lass dich daher nicht runterziehen! Lehrer*in sein ist nicht für jeden etwas, und wenn du nach dem Referendariat gemerkt hast, dass dies nicht dein Traumjob ist, dann ist das völlig in Ordnung! Überleg dir, was deine Stärken sind und was du gerne machst – du findest bestimmt eine passende Alternative zum Lehrberuf. Beispielsweise kannst du zu einem Verlag wechseln oder in die Wirtschaft gehen. Umschulungen sowie Weiterbildungen ermöglichen dir auch ganz neue Zukunftsperspektiven. Sei mutig und habe keine Angst vor Veränderungen!

Hier nochmal einige alternative Berufe nach der Lehramtsausbildung im Überblick. Halte aber weiterhin die Augen offen, denn es handelt sich nur um einen Teil von dem, den du mit deiner Ausbildung anfangen kannst. Grundsätzlich steht dir alles offen und du wirst bestimmt einen Beruf finden, der dir Spaß macht!

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