Kleidung von Lehrer*innen: Dos and Don’ts

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Kleider machen Leute – das gilt auch für den Lehrberuf. Kleidung von Lehrer*innen ist eben nicht nur Geschmackssache, sondern sollte auch ihrer Rolle im Klassenzimmer gerecht werden. Nichtsdestotrotz ist die eigene Authentizität ein wichtiges Thema. Die große Frage ist, wie man die Balance zwischen der professionellen Rolle und der eigenen Persönlichkeit findet. Letztlich muss jede*r selbst eine Antwort auf diese Frage finden. Dabei wollen wir dir hier mit ein paar Gedankenanstößen helfen.

© Christina Morillo / Pexels
Kleidung von Lehrer*innen: Dos and Don’ts

Wirkung der Kleidung von Lehrer*innen im Unterricht

An Schulen gibt es normalerweise keine Kleiderordnung für Lehrer*innen. Trotzdem solltest du die Wirkung deiner Kleidung nicht unterschätzen. Denn sie hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie du vom Kollegium, deinen Schüler*innen und deren Eltern wahrgenommen wirst. Dein Outfit kann dazu beitragen, dass du ernst genommen und respektiert wirst. Gleichzeitig leiten viele Menschen anhand deines Auftretens und deines Outfits ab, ob sie dich für kompetent halten – oder eben nicht.

Vor allem im Referendariat kann die Kleidung einen großen Unterschied machen. Denn nicht wenige Referendar*innen werden manchmal sogar für Schüler*innen gehalten. Mit deiner Kleidung kannst du dich abgrenzen und deine Rolle verdeutlichen.

Vor allem Schüler*innen gehen oft hart mit der Kleidungswahl ihrer Lehrer*innen ins Gericht. Wenn man als Lehrer*in mit seiner Kleidung hervorsticht, muss mit Reaktionen der Schüler*innen rechnen. Im Idealfall sind das Komplimente, die dich in deiner Vorbildrolle bestätigen.

Tipps für die Kleidung von Lehrer*innen

Aber was sollte man nun als Lehrkraft anziehen? Das fragen sich viele Referendar*innen und Berufseinsteiger*innen. Wir haben ein paar Tipps für dich, an denen du dich bei deiner Kleiderwahl orientieren kannst.

Hinweis: Als Lehrkraft solltest du anziehen, worin du dich wohlfühlst! Unsere Tipps sind keineswegs als Vorschriften zu verstehen. Wir wollen dir lediglich ein bisschen Inspiration geben.

Abbildung 1: Tipps für die Kleidungswahl von Lehrkräften (eigene Darstellung)

Eigene Persönlichkeit

Es ist wichtig, dass du dich in deiner Kleidung wohlfühlst. Dazu musst du deinen eigenen Stil finden und ihm treu bleiben. Denn nur wer etwas mit Überzeugung trägt, dem kauft man es ab – und Schüler*innen haben dafür sowas wie einen sechsten Sinn.

Authentizität im Lehrberuf ist wichtig. Es gibt eben nicht nur Bilderbuch-Lehrer*innen. Wer auf Heavy Metall steht oder großflächig tätowiert ist, sollte sich im Schulalltag nicht verstellen müssen. In unserer Mediathek findest du einen Livestream, in dem Caro Blofeld darüber spricht, wie sie ihrer Persönlichkeit im Lehrberuf treu bleibt.

Angemessene Kleidung

Intakte und nicht verschlissene Kleidung vermittelt Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Mach dir bei deiner Kleidungswahl bewusst, welchen Eindruck du bei anderen hinterlassen möchtest. Das Party-Outfit vom letzten Wochenende ist vielleicht nicht die beste Wahl für die Schule. Ebenso sind Klamotten, die du zum Chillen auf dem Sofa trägst, in der Schule eher fehl am Platz.

Im Gegensatz dazu funktionieren normale Jeans, Stoffhosen, gut passende Blusen und Hemden, sowie schlichte Pullover so gut wie immer. Frauen haben meist eine etwas größere Auswahl und können auch Röcke oder Kleider tragen. An kühleren Tagen sind Jacketts, Blazer oder Cardigans optimal für einen Zwiebel-Look. Mit sauberen Schuhen, zum Beispiel Sneaker oder Stiefel, kannst du dein Outfit abrunden.

Farbtechnisch sind dezente Farben wie Blau, Schwarz oder Grau empfehlenswert. Aber natürlich geht es auch knalliger. Mit einem Kleidungsstück in einer Highlight-Farbe oder mit einem Muster kannst du dein Outfit aufwerten.

Wie angemessen deine Kleidung ist, hängt natürlich vom Anlass ab. Im Gegensatz zum Schulalltag darf es bei einer mündlichen Prüfung oder einer Abschlussfeier auch etwas schicker sein.

Gepflegtes Äußeres

Im Außendienst oder in anderen Jobs mit viel Kundenkontakt ist ein gepflegtes Äußeres wichtig. Das gilt auch für Lehrer*innen, die genauso tagtäglich mit Menschen zusammenarbeiten. Neben sauberer Kleidung solltest du auf deinen Haarschnitt und deine Fingernägel achten. Während du mit einem dezenten Make-Up auf Nummer sicher gehst, kann beispielsweise Lippenstift je nach Typ ein stimmiger Hingucker sein.

Wenn man den ganzen Tag in der Schule herumläuft, kann man das Schwitzen kaum vermeiden. Um unangenehme Gerüche und Schweißflecken zu verhindern, kannst du bei der Kleidungsauswahl auf atmungsaktive Materialien setzen. Dazu zählen beispielsweise Baumwolle, Leinen und Kaschmir.

Unser Tipp: Neben deiner Kleidung haben auch deine Körpersprache, deine Gestik und deine Mimik großen Einfluss darauf, wie du wahrgenommen wirst. Wer aufrecht steht, eine offene Ausstrahlung hat und bewusst gestikuliert, wirkt selbstbewusst und kompetent.

Richtige Passform

Ein wichtiger Punkt, der oft unterschätzt wird: Deine Kleidung sollte richtig sitzen. Ein etwas lockerer Schnitt ist oft praktisch und bequem – besonders an langen Schultagen. Finde Schnitte, die deiner Körperform schmeicheln. Lass die Hände lieber von Kleidung, die du ständig zurechtruckeln musst oder die dich im Schulalltag einschränkt.

Unser Tipp: Accessoires wie Uhren oder Schmuck können jedes Outfit interessanter machen. Jedoch solltest du es damit nicht übertreiben und darauf achten, dass sie farblich zueinander und zu deinem Outfit passen.

No-Gos für die Kleidung von Lehrkräften sind veraltet

Was ein absolutes No-Go in Sachen Kleidung ist, entscheidest du selbst. Dennoch hast du als Lehrer*in eine Vorbildfunktion. Vielleicht beeinflusst deine Kleidung nicht direkt den Lerneffekt deiner Schüler*innen. Aber sie trägt dazu bei, wie dich deine Schüler*innen wahrnehmen und ob sie dich respektieren. Deshalb solltest du dir zumindest Gedanken über deine Kleidungswahl machen.

Unser Tipp: Wenn du dein Ref gerade startest oder an einer neuen Schule beginnst, solltest du dich anfangs erst mal etwas schicker kleiden. So gehst du auf Nummer sicher und kannst beobachten, wie sich die anderen Lehrkräfte kleiden. Während ein Hoodie an manchen Schulen vollkommen okay ist, tanzt du an anderen Schulen damit vielleicht aus der Reihe.

Fazit: Kleider machen Lehrer*innen

Die Kleidung von Lehrer*innen hat einen großen Einfluss darauf, wie sie von Schüler*innen und Kolleg*innen im Schulalltag wahrgenommen werden. Aber auch Körpersprache, Mimik und Gestik spielen dabei eine wichtige Rolle. Im Endeffekt entscheidet dein gesamtes Auftreten darüber, ob man dich für kompetent hält und dir Respekt zollt. Hinsichtlich deiner Kleidung solltest du deshalb gepflegt aussehen und gut sitzende Kleidung tragen. Wie das genau aussieht, ist individuell – denn nur, wenn du dich entsprechend deiner Persönlichkeit ankleidest, fühlst du dich wohl und wirkst authentisch.

Quellen

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