Referendariat: Der Besuch beim Amtsarzt

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Auf dem Weg zum Lehramtsberuf gilt es nicht nur PrĂŒfungen zu absolvieren und Unterrichtsgestaltung vorzubereiten. Wenn Du Dich fĂŒr das Referendariat vorbereitest, musst Du auch zum Amtsarzt, der Dich auf Deine Eignung als Lehrkraft hin durchcheckt. Diese Untersuchung wird in vielen Foren diskutiert und ist fĂŒr AnwĂ€rter zum Referendariat, die selbst noch keine amtsĂ€rztliche Untersuchung gemacht haben, eine schwer einschĂ€tzbare HĂŒrde. Fit4Ref erklĂ€rt Dir, wie Du Dich am besten auf den Termin beim Amtsarzt vorbereitest.

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Referendariat: Der Besuch beim Amtsarzt

Was erwartet Dich als angehender Lehrer bei der amtsÀrztlichen Untersuchung?

Der Moment zwischen der Entscheidung fĂŒr den Lehrberuf und der ersten offiziellen Unterrichtsstunde als fertig gebackener Lehrer ist lang und es gilt, viele PrĂŒfungen, HĂŒrden und Stolpersteine zu meistern. Eine HĂŒrde stellt der Besuch beim Amtsarzt dar, ohne den Du Deinen Beruf als Lehrer nicht ausĂŒben darfst. Zwar hast Du das Lernen, die PrĂŒfungen ĂŒber Deine WahlfĂ€cher und die Unterrichtsgestaltung weitgehend autark in der eigenen Hand; nicht jedoch den Besuch beim Amtsarzt, welcher fĂŒr alle angehenden Lehrer vorgeschrieben ist.
Da die Unsicherheit groß ist und niemand der Lehramtsstudenten so richtig weiß, was beim Amtsarzt auf einen zukommt, haben wir den folgenden Artikel fĂŒr Dich verfasst, um Dir ein StĂŒck weit Deine Unsicherheit zu nehmen und Dir zu erklĂ€ren, worum es beim Besuch beim Amtsarzt geht.

Zu welchem Zweck zum Amtsarzt gehen?

Der Amtsarzt prĂŒft Deine gesundheitliche Eignung fĂŒr den angehenden Lehrerberuf hinsichtlich einer Verbeamtung. Seine Aufgabe ist es, zu prĂŒfen, ob Du Deine vollen Dienstjahre bis zur Pensionierung erreichen wirst oder ob die Wahrscheinlichkeit einer DienstunfĂ€higkeit vor Erreichen des gesetzlich vorgeschriebenen Pensionsalters besteht.
Wenn Du diese Untersuchung noch vor Dir hast, können wir Dich beruhigen: In den allermeisten FÀllen ist es unnötig, Panik zu haben.

Warum ist die Angst vor einer amtsÀrztlichen Untersuchung bei vielen Referendariats AnwÀrtern so enorm?

Unsere folgende Auflistung beruht auf reinen Mutmaßungen und könnte mitunter eine Rolle spielen:

  • Kein fester Ablauf:

Bei der amtsĂ€rztlichen Untersuchung gibt es kein festes Schema F, nach dem man sich richten könnte. Die AblĂ€ufe der Untersuchungen können von Amtsarzt zu Amtsarzt und von Bundesland zu Bundesland variieren. Ferner sind auch die Ausschlusskriterien fĂŒr Deine Beamtenlaufbahn nicht strikt definiert. Vorab kannst Du Dir also nur vage sicher sein, welche Fragen bei der Untersuchung gestellt werden und welche Übungen absolviert werden mĂŒssen.

  • Wenig bis kein Einfluss auf das Untersuchungsergebnis:

Kurz vor dem Termin beim Amtsarzt hast Du praktisch nur noch sehr eingeschrÀnkte Möglichkeiten, das Ergebnis zu beeinflussen

  • Vieles hĂ€ngt von der Beurteilung ab:

Du weißt mit Sicherheit, dass der Beamtenstatus gegenĂŒber einem AngestelltenverhĂ€ltnis sehr viele Vorteile mit sich bringt. DafĂŒr bist Du auch bereit, eine lange Ausbildung, verbunden mit vielen MĂŒhen und Stress auf Dich zu nehmen. Es kratzt an Dir, dass Deine berufliche Laufbahn nun von der Beurteilung einer fremden Person abhĂ€ngt, die Dich ĂŒberhaupt nicht kennt. Das wirft bei vielen AnwĂ€rtern grobe Zweifel auf.

  • Negative Erfahrungsberichte:

Willst Du Dich ĂŒber die Untersuchung an sich informieren, wirst Du schnell auf zahlreiche Berichte stoßen. Berichte, die panikerfĂŒllt sind und Deine Unsicherheit auf die Spitze treiben. Berichte von Arztbesuchen beim Amtsarzt mit negativem Ausgang und willkĂŒrlich erscheinenden Beurteilungen.

Besonders groß sind die Sorgen und BefĂŒrchtungen, wenn Dein indizierter Body-Maß-Index nicht im Normalbereich liegt oder eine psychotherapeutische Behandlung, sei es ambulant oder stationĂ€r, in Anspruch genommen werden musste. Diese beiden Kriterien sind jedoch kein Anlass, nicht verbeamtet zu werden.

Ist Übergewicht ein zwingendes Ausschlusskriterium?

Wenn Du einen BMI von 30 hast, ist das nicht zwingend ein Ausschlusskriterium fĂŒr Deine Verbeamtung. Wenn keine weiteren Untersuchungsergebnisse vorliegen, die auf eine vorzeitige Entlassung aus dem DienstverhĂ€ltnis hinweisen (z.B. Bluthochdruck, Gicht, Blutzucker) ist eine Verbeamtung möglich.

Verhindert eine psychische Vorerkrankung oder Behandlung eine Verbeamtung?

Steht in Deiner Krankenakte ein Hinweis auf eine psychotherapeutische Behandlung, ist dies in der heutigen Zeit lĂ€ngst kein Ausschlusskriterium fĂŒr eine Verbeamtung. SelbstverstĂ€ndlich spielt die Art der Erkrankung und die resultierende Prognose eine Rolle, jedoch wird die Inanspruchnahme von professioneller Hilfe als durchweg positiv gewertet.

Wie ist der Ablauf der amtsÀrztlichen Untersuchung?

  1. ZunĂ€chst fĂŒllst Du einen gesundheitlichen Fragebogen zu Deiner Person aus.
  2. In der Folge wirst Du verschiedenen Untersuchungen und Tests unterzogen.
  3. Dann erfolgt die Belehrung ĂŒber vorbeugende Maßnahmen zur Gesunderhaltung.

Fragebogen: Wonach wird hÀufig gefragt?

Bitte beantworte alle Fragen wahrheitsgemĂ€ĂŸ und lass keine wichtigen Details aus. Werden falsche Angaben entdeckt, droht eine Entlassung aus dem BeamtenverhĂ€ltnis.

  • Deine Krankengeschichte, inklusive Operationen, Krankenhausaufenthalten
  • Ernste Vorerkrankungen von Eltern und Geschwistern
  • Sportliche BetĂ€tigungen
  • Medikamente
  • Nikotinabusus
  • Alkoholabusus
  • Drogenabusus

Untersuchung: Was untersucht der Amtsarzt?

  • Gewicht (BMI)
  • Auskultation (Abtasten, Abhören, Abklopfen, Reflexe)
  • Blutdruck, Puls
  • Seh- und Hörtest
  • Rachenraum
  • Urinuntersuchung
  • Blutuntersuchung
  • Ruhe-EKG
  • Lungenfunktionstest
  • Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn, Orientierung, Koordination

Belehrung:

Abschließend informiert Dich der Amtsarzt ĂŒber einen gesunden Lebensstil, Schutzimpfungen und psychische Gesundheit. In aller Regel erhĂ€ltst Du dann den Bescheid ĂŒber Deine gesundheitliche Eignung per schriftlichen Bescheid.

Wichtige Information

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