Referendariat

Stress im Referendariat

Der Begriff "Stress" ist nat√ľrlich nicht dem Referendariat exklusiv ‚Äď jeder kennt ihn aus dem Alltag, wo oft zu h√∂ren ist: "Ich bin im Stress".

Was ist Stress? Bei Wikipedia liest man: "Stress (‚Ķ) bezeichnet zum einen durch spezifische √§u√üere Reize (‚Ķ) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bew√§ltigung besonderer Anforderungen bef√§higen, und zum anderen die dadurch entstehende k√∂rperliche und geistige Belastung." Demzufolge wird es immer, ob morgens oder abends, Stress geben, weil wir uns st√§ndig mit bestimmten Stresssituationen auseinanderzusetzen haben. Und wir werden dem Stress auch nicht v√∂llig aus dem Wege gehen k√∂nnen, weil er tief in uns, d. h. im K√∂rper und Nervensystem "hinterlegt" ist und uns letztlich in Gefahrensituationen sch√ľtzen soll.

Stress im Referendariat
Auch Stress während des Referendariats gehört zur Ausbildung dazu, (C) Sunny studio / Fotolia

Das geschieht, indem der K√∂rper bei Gefahr vermehrt Adrenalin ausst√∂√üt und unsere Spannung im K√∂rper steigt. Erh√∂hter Blutdruck, verst√§rkte Konzentration/Fokussierung auf das gegenw√§rtige Geschehen und angespannte Muskulatur sind die Auswirkungen der erh√∂hten Adrenalinaussch√ľttung. Wird die anstehende Aufgabe gut gemeistert, ist von positivem Stress (Eustress) die Rede. Warum sind wir aber vorwiegend negativ "gepolt", wenn von Stress die Rede ist? Stress wird negativ (Disstress) und schadet uns und unserer Leistungsf√§higkeit, wenn er st√§ndig auftritt und zu einer Dauerbelastung f√ľhrt. Zu viele Aufgaben, zu wenig Zeit, kritische Lebensereignisse wie z. B. Krankheit, zu wenig Unterst√ľtzung von au√üen bei der Bew√§ltigung der Aufgaben, st√§ndige Bus- oder Zugversp√§tungen, zu hohe Anforderungen an sich selbst, zu wenig Ruhephasen im Alltag und auch negativ empfundene Umgebung, wenn man z. B. ins Referendariat geht ‚Äď das alles kann dazu f√ľhren, dass der Stress als negativ erlebt wird. Es ist schlichtweg alles zu viel im wahrsten Sinn des Wortes und sp√§testens hier ist die "Notbremse" im Referendariat zu ziehen, um durch Stress nicht ernsthaft krank zu werden. 

Positiver Stress im Referendariat

Die gel√§ufigste Form der Stresserkrankung ist Burnout. Doch soweit sollte es nicht kommen. Positiver Stress sollte dich im Referendariat begleiten. 

Was tun? Bew√§ltigungsstrategien entwickeln! Ein Wort, hinter dem sich alles M√∂gliche verbirgt. Das beginnt mit der √úberlegung, wie man fr√ľhere Situationen gemeistert hat, die einem heute gar nicht mehr so stressig vorkommen. Was hat einem damals geholfen? Welche Ma√ünahmen ‚Äď auch Stresscoping genannt - kann man einleiten, um mit dem Stress zurechtzukommen?

Schreib dir auf, was du den ganzen Tag tust, was dir gut gelingt und was nicht so gut und was dich dabei belastet. Diese Analyse kann ein Schritt sein, Struktur in deinen Alltag zu bringen und einige Grundregeln als festen Bestandteil allt√§glich werden zu lassen. Baue ganz bewusst Pausen ein und schalten mal ab (auch das Handy) und priorisiere deine Aufgaben. Pr√ľfe auch, ob Entspannungstechniken etwas f√ľr dich sind. Hilft dir Sport? H√∂rst du gerne Musik? 

Mehr zum Thema "Stress"

  • Mit diesen Themen w√§hrend des Referendariats hat sich speziell Frau Jutta Berkenfeld in ihrem Buch "Kein Stress im Referendariat!: Selbsttests, Tipps und √úbungen (Alle Klassenstufen)" besch√§ftigt. Hier geht es u. a. um Strategien zur konstruktiven Stressbew√§ltigung im Referendariat zu den Themen St√∂rungen im Unterricht, Pr√ľfungsvorbereitung, Hospitationen usw. Hier geht es zur Buchempfehlung.
  • Eine weitere M√∂glichkeit, die hilft mit dem Stress im Referendariat fertig zu werden, ist der Austausch mit Kollegen und Gleichbetroffenen. Zu finden auch im Netz unter: FORREFS Das Portal f√ľr Referendare. Hier geht es weit √ľber das Thema Stress w√§hrend des Referendariats hinaus um Informationen, Tipps und Austausch zu sehr vielen Themen, die einem Studierenden im Lehramt, im Referendariat oder Vorbereitungsdienst begegnen.
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