Allgemeines zum Lehrerberuf

Berufsschullehramt

Im Berufsschullehramt erteilt ihr an einer beruflichen Schule ‚Äď je nach euren Studienf√§chern - neben allgemeinbildendem insbesondere berufstheoretischen und/oder berufspraktischen Unterricht. Der Schwerpunkt liegt klar bei beruflich relevanten Kenntnissen zur Erg√§nzung der praktischen Ausbildung. Eure Sch√ľlerinnen und Sch√ľler haben bereits eine weiterf√ľhrende Schule besucht und unterliegen u. U. nur noch eingeschr√§nkt der Schulpflicht. Es sind meistens Azubis in verschiedensten Berufen. Das k√∂nnen angehende Bankkaufleute sein, ebenso Azubis im handwerklichen Bereich oder aus der Fachinformatik.

Berufsschullehramt studieren
Nach dem Studium Berufsschullehramt habt ihr es mit unterschiedlichen Bildungsgraden zu tun, (C) Robert Kneschke / Fotolia

Ihr habt mit unterschiedlichsten Leistungs- und Bildungsgraden zu tun. Ihr könnt an Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachakademien, Fachoberschulen, am Berufskolleg und beruflichen Gymnasien unterrichten. Auch dieses Lehramt erfordert viel Flexibilität und bietet viele Möglichkeiten. Lehrkräfte werden gesucht, das Lehramt an Berufsschulen ist also ein Lehramt mit Zukunft!

Voraussetzungen und Studienstrukturen f√ľr das Berufsschullehramt

Grunds√§tzlich brauchst du die allgemeine Hochschulreife bzw. das Abitur, um Berufsschullehramt studieren zu k√∂nnen. Zwischen den Bundesl√§ndern gibt es jede auch Ausnahmen. Das Bildungssystem in Deutschland und damit auch das Berufsschullehramt wird zwar grunds√§tzlich vereinheitlicht, dennoch gibt es immer noch spezifische Voraussetzungen f√ľr die einzelnen Bundesl√§nder. Wenn du also keinen keine allgemeine Hochschulreife bzw. Abitur vorweisen kannst, gibt es als sogenannter ‚Äěberuflich Qualifiziert‚Äú immer noch die M√∂glichkeit √ľber eine berufliche Weiterbildung oder die passende Ausbildung z.B. als Techniker, Meister oder Fachwirt, am Ende doch Berufsschullehramt zu studieren.

Zun√§chst musst du dich jedoch f√ľr das Studium bewerben. Hier h√§ngt der Zeitraum der Bewerbung davon ab, ob dein Studium zulassungsbeschr√§nkt ist, oder nicht. Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Sollte deine Studiengang zulassungsbeschr√§nkt sein, gibt es meistens einen Bewerbungszeitraum bis ca. 3 Monate vor Semesterbeginn. Das hei√üt bei einem Semesterbeginn im April, solltest du dich bis sp√§testens Januar bewerben. Startet das Semester im Oktober (Wintersemester) solltest du dich bis sp√§testens im Juli um die Bewerbung k√ľmmern. Ist das Studium auf Berufsschullehramt zulassungsfrei, kannst du dich vor dem Beginn des Semesters einschreiben und erh√§ltst einen Studienplatz. Das solltest du nach M√∂glichkeit auch fr√ľh erledigen, falls du hierf√ľr deiner Uni noch Unterlagen zusenden musst.

Der Studiengang Berufspädagogik/Technikpädagogik ist nur im geringen Maße zulassungsbeschränkt. Der Zugang zum Berufsschullehramt ist auch auf anderen Wegen möglich, auch als sogenannter Quereinsteiger. So können z. B. auch Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, die in der Wirtschaft tätig waren, an einer Berufsschule unterrichten, wenn sie sich zu einer pädagogischen Weiterbildung verpflichten. Je nach Bundesland gestalten sich die Verfahren unterschiedlich.

Weitergehende Informationen erhaltet ihr u. a. hier:

Grunds√§tzlich ist die Dauer des Studiums auf Berufsschullehramt bei 10 Semestern. Davon sind 6 Semester im Bachelor und 4 Semester im Master. Im Anschluss daran beginnt der sogenannte ‚ÄěVorbereitungsdienst‚Äú bzw. das Referendariat. Dieses hat je nach Bundesland eine Dauer von 18 bis 24 Monaten. W√§hrend deiner Zeit im Referendariat sammelst du Praxiserfahrung nach dem eher theoretischen Studium. Der Ablauf dieses ‚ÄěVorbereitungsdienstes‚Äú ist in den einzelnen Bundesl√§ndern unterschiedlich. Entsprechend des Aufbaus der Studieng√§nge in den verschiedenen Lehramtstypen erfolgt die praktische Ausbildung der Referendarinnen und Referendare. Die Ausbildung erfolgt dabei zum einen im Studienseminar und zum anderen im praktischen Einsatz in der Schule. In der Regel wirst du dann als Berufsschullehrer verbeamtet, sobald du nach dem Lehramtsstudium dein Referendariat abgeschlossen hast und die Pr√ľfung zum zweiten Staatsexamen bestanden hast.

Inhalte des Studiums Berufsschullehramt

Im Studium Berufsschullehramt hast du verschiedene F√§cher zur Auswahl von denen du dich in der Regel f√ľr zwei entscheidest und miteinander kombinierst. Du hast damit die M√∂glichkeit die Kombination der F√§cher deinen Interessen und St√§rken anzupassen. Du solltest hierbei grunds√§tzlich zwischen den beruflichen und den allgemeinen Fachrichtungen unterscheiden. Unter letzteren sind allgemeine berufsunabh√§ngige Schulungsf√§cher wie Mathe, Deutsch oder Englisch gemeint. Im Studium kannst du zum Beispiel zwei berufliche Fachrichtungen ausw√§hlen, in denen du deine Sch√ľler ausbildest wie beispielsweise Elektrotechnik oder Maschinenbau. Alternativ kannst du dich f√ľr zwei allgemeine Unterrichtsf√§cher wie Mathe oder Englisch entscheiden. Auch sonderp√§dagogische F√§cher wie soziale und emotionale Entwicklung kommen nicht zu kurz. Zus√§tzlich zu den Unterrichtsf√§chern w√§hlst du spezielle Vorlesungen f√ľr Berufsschullehrer zum Thema Berufsp√§dagogik, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften. Zudem wird Deutsch f√ľr Sch√ľler mit Zuwanderungshintergrund angeboten. Mit dieser Kombination eignest du die die n√∂tigen F√§higkeiten an, um den unterschiedlichen Sch√ľlern der Klasse die Inhalte nach besten M√∂glichkeiten n√§her zu bringen und m√∂gliche Konfliktsituationen zu l√∂sen. Dar√ľber hinaus erlernst du, wie du dich den Sch√ľlern aus unterschiedlichsten Kulturkreisen gegen√ľber verh√§ltst. Das macht den Alltag als Berufsschullehrer zu einer besonderen und gesellschaftlich relevanten beruflichen Herausforderung.

Gehalt im Berufsschullehramt

Nach dem Studium und Referendariat hast du als fertiger Berufsschullehrer die Chance auf eine Verbeamtung. In diesem Falle bist du bei der Besoldung der Gruppe A 13 zugeordnet. Hierbei gibt es regionale Unterschiede. Je nach Bundesland verdienst du zwischen ca. 4600‚ā¨ in Bayern und 3900 in Mecklenburg-Vorpommern als Einstiegsgehalt. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt als Berufsschullehrer auch automatisch dein Gehalt. Hier ist sogar eine Besoldung von √ľber 5000‚ā¨ monatlich m√∂glich.

Anders sieht es aus, wenn du die Voraussetzungen f√ľr eine Verbeamtung nicht erf√ľllst oder zum Zeitpunkt der Einstellung keine Planstelle frei ist. In diesem Fall wirst du nach dem Tarifvertrag f√ľr die L√§nder bezahlt und bist in einem unbefristeten Angestelltenverh√§ltnis t√§tig. In diesem Fall erh√§ltst du eine Verg√ľtung nach der Entgeltgruppe E13 und kannst mit einem durchschnittlichen Gehalt von ca. 4100‚ā¨ bis ca. 5900‚ā¨ brutto monatlich rechnen. Bedenke hier aber, dass die steuerlichen Abgaben h√∂her sind als bei einer Verbeamtung.

Lehrermobilität

Was bedeutet Lehrermobilit√§t? Aufgrund der unterschiedlichen Strukturen ist es nicht immer einfach, im Berufsleben das Bundesland zu wechseln und es gibt viel zu ber√ľcksichtigen. Solltest du beabsichtigen, f√ľr das Berufsschullehramt das Bundesland zu wechseln, gibt es einiges zu ber√ľcksichtigen. N√§heres erfahrt ihr unter unserer Rubrik Lehrermobilit√§t.

Einstellungschancen

Die Einstellungschancen nach dem Studium Berufsschullehramt h√§ngen sowohl in Bezug auf den Eintritt in das Referendariat als auch auf die Einstellung in den Schuldienst von den individuellen Voraussetzungen, der Bewerberlage und dem jeweiligen Bedarf ab. Dieser unterliegt regional, aber auch bez√ľglich der Unterrichtsf√§cher und der Lehr√§mter oft starken Schwankungen, sodass verbindliche Aussagen generell nur von der zust√§ndigen Stelle nach Vorlage der entsprechenden Unterlagen erteilt werden k√∂nnen. Wie die Chancen in den n√§chsten Jahren generell stehen, eine Referendariats- oder Lehrerstelle zu erhalten, k√∂nnt ihr unter den statistischen Ver√∂ffentlichungen des Kultusministeriums nachlesen.

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