Referendariat

Das Referendariat erfolgreich überstehen

Das Referendariat ist eine Zeit, in der man neben fachlichen Qualifikationen auch unter Beweis stellen muss, dass man dem Druck psychisch gewachsen ist. Gerade Letzteres ist manchmal eine große Herausforderung. In diesem Artikel gibt dir eine externe Redakteurin Tipps, die dich unterstützen sollen, diese Zeit durchzuhalten und das Referendariat gut zu überstehen.

Referendariat überstehen
Manchmal braucht es einfach etwas Motivation, um das Referendariat zu überstehen, (C) Sunny studio / Fotolia

Tipps um das Referendariat stressfrei zu überstehen

Die Organisation

Die erste goldene Regel für den Lehrerberuf – und um das Referendariat überstehen zu können – ist die Organisation. Das fällt nicht immer leicht (mir schon mal gar nicht), hilft aber enorm, um den Alltag zu bewältigen. Damit wir uns richtig verstehen: Der normale Alltag ist schon zu schaffen, dummerweise kommen dabei aber immer die Unterrichtsbesuche von hinten angeschlichen und wollen auch noch geschafft werden. Bevor du eine Unterrichtseinheit startest, solltest du eine Planung der Einheit vornehmen. Dabei solltest du schon einmal die Themen der Stunden mit den inhaltlichen und prozessbezogenen Zielen festlegen. Hast du das geschafft, plant sich die Einzelstunde im normalen Alltag viel leichter und außerdem hast du für die Besuche einen Teil des Entwurfes fertig. Das hat mir schon immer viel Stress genommen, da der Entwurf so bereits angefangen war und "nur" noch Analysen geschrieben werden mussten. Nimm dir auch ausreichend Zeit, um die Analysen zu schreiben, jeden Tag ein bisschen und nicht sechs Seiten am Wochenende vor dem Besuch.

Unterrichtsmaterial

Je nachdem, wie viel Geld du investierst, wie viele Materialien du zur Verfügung gestellt bekommst und wie viel Kontakt du zu Mitanwärtern/Referendaren hast, musst du mehr oder weniger Material erstellen. Für den Alltag sollte man sich Strategien zurechtlegen, wie man sich Arbeitsblätter, Texte, Bilder etc. besorgt. Durch mein Fach Deutsch muss ich viel Material erstellen. Und ich garantiere dir: Nach dem dritten selbstgeschriebenen Text hast du die Nase voll. Es ist übrigens auch gar nicht so einfach, sich eine einigermaßen interessante Geschichte auszudenken, in der viele Adverbiale vorkommen. Hilfreich sind diverse Foren, auf denen du Materialien hoch- und runterladen kannst um das Referendariat erfolgreich zu überstehen. Bei denen musst du das Material immer kritisch hinterfragen und gegebenenfalls anpassen.

Für Sachtexte (die man auch super für Grammatikeinheiten verwenden kann) empfehle ich dir die Kindersuchmaschinen (blinde-kuh.de, helles-koepfchen.de etc.) oder planet-schule.de. Hier findest du verschiedene Artikel, die bereits in einigermaßen verständlicher Sprache geschrieben sind. Die kannst du von der (späten) Grundschule bis zur Oberstufe verwenden. Die Texte muss man natürlich unter Umständen anpassen (nicht jedes Kind versteht jedes Wort) und kürzen, da sie meist weitaus länger als eine DIN-A 4-Seite sind. Das erleichtert die Arbeit jedoch enorm, wenn das Schulbuch mal nichts hergibt.

Weiterhin bietet dir auch Fit4Ref eine Vielzahl unterschiedlicher Unterrichtsmaterialien kostenlos zum Download an und hilft dir auch so, das Referendariat zu überstehen. Ein Blick in die Datenbank "UmaDa" lohnt sich somit auf jeden Fall.

Im Übrigen sind auch Schulbücher nicht immer gut verständlich und auch die Aufgaben sollte man dabei immer genau ansehen. Ich habe mehr als einmal undurchführbare Aufgaben in Büchern gefunden.

Für Filme und Hörbücher/Hörspiele kannst du dir viel auf YouTube herunterladen (es muss also nicht immer der teure Schulfilm sein). Bilder findest du natürlich über die Google-Bildersuche (Achtung! Du darfst nicht jedes Bild verwenden!).

Zeit für dich

Die zweite wichtige Regel ist: Schaff dir Zeit für dich selbst!

Schnell sitzt man ewige Stunden an Entwürfen und Stundenplanungen. Dann kommen noch Dienstbesprechungen, Konferenzen, Seminare, Elternsprechtage oder Basare dazu. Erfahrungsgemäß verteilen diese sich nicht auf das ganze Jahr, sondern kommen alle gemeinsam. Ich hatte in einer Woche einmal zwei Unterrichtsbesuche, eine Dienstbesprechung und einen Modultag vom Pädagogikseminar. Das ist ziemlich hart und da fließen auch mal schnell die Tränen. Wenn du deine Termine sorgfältig vorher planst (siehe goldene Regel), kannst du gut Zeit für dich selbst herausholen – du tust gut daran, wenn du das Referendariat überstehen möchtest. Sei es für den Netflixmarathon, lang vergessene Hobbys oder (für die ganz Vorbildlichen) Sport. Sorg dafür, dass du auch Lichtblicke im Alltag hast und etwas für dich tust.

Über deine Probleme reden

Der letzte Tipp von mir ist die Schulter. Es ist immer gut jemanden zu haben, der dich tröstet und deinen Sorgen zuhört. In den Seminaren selbst herrscht (manchmal, nicht immer) ein gewisser Konkurrenzdruck. Natürlich will niemand zugeben, dass er etwas nicht gut gemacht hat. So wird man selten hören: "Ich hatte einen katastrophalen Unterrichtsbesuch." Stattdessen bekommt man eher den Eindruck, dass es bei allen super läuft und niemand ein Problem damit hat, das Referendariat zu überstehen. Wenn du im Seminar jemanden findest (einen echten Freund), der mit dir gemeinsam auch mal über die Besuche meckern kann, ist das super. Wenn nicht, ist es gut, wenn du einen Außenstehenden hast.

Und wenn alles nichts hilft: Alles hat ein Ende. Irgendwie schafft man sich durch diese Zeit durch. Betrachte deine Situation des Öfteren mit etwas Abstand. Jede schlechte Kritik kann helfen, aber nimm es nie als eine Kritik an dir selbst auf. Du wirst deinen Weg schon finden.

Weitere Tipps und Hinweise, um das Referendariat erfolgreich zu überstehen

p>Die wichtigsten Tipps um das Referendariat möglichst stressfrei zu überstehen hast du bereits erfahren. Hier geben wir dir noch 4 weitere Hinweise, auf die du achten solltest, gerade wenn es im Referendariat einmal etwas stressiger wird.

Ausgewogene Ernährung

Zwar kann es im Referendariat häufiger vorkommen, dass der Alltag zeitlich enger getaktet ist als noch im Studium. Gerade deshalb ist es wichtig dein Energielevel hochzuhalten und nicht bei der Qualität deiner Ernährung einzusparen. Versuche also so oft es geht frisch zu kochen und wenn das einmal nicht möglich ist, greife auf natürlich Snacks wie Nüsse, getrocknete Früchte, gesundes Müsli oder ggf. Smoothies zurück.

Ausreichend Trinken

Mindestens genauso wichtig wie eine gute Ernährung ist es über den Tag hinweg ausreichend zu trinken. Das verhindert nicht nur Kopfschmerzen, sondern hält dich fit und steigert deine Konzentration. Deshalb solltest du versuchen mindestens 2-3 Liter am Tag zu trinken.

Genügend Schlaf

Eine gute Ernährung und ausreichen Zufuhr von Wasser hilft dir jedoch nichts, wenn du ständig müde bist. Um das Referendariat zu überstehen solltest du daher nicht bei der Schlafdauer einsparen. Besonders vor wichtigen Terminen wie Prüfungen und Lehrproben ist es wichtig gut ausgeschlafen zu sein.

Regelmäßige Bewegung

Zu guter Letzt ist es einfacher das Referendariat zu überstehen, wenn du dich ausreichen und regelmäßig bewegst. Zum Beispiel mit einem Spaziergang an der frischen Luft kannst du deine Akkus schnell wieder aufladen und kannst bestärkt an neue Herausforderungen im Referendariat herantreten.

Diese Tipps werden dir helfen das Referendariat erfolgreich zu überstehen. Wie du gesehen hast, ist also nicht nur die tägliche Organisation wichtig, sondern du solltest auch auf deine Gesundheit achten, um in vielen Situationen den Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen. Übrigens erhälts du weitere Tipps dazu auch in unserem kostenlosen RefGuide.

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