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Bundeslandwechsel vor dem Referendariat

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In früheren Zeiten war es für einen angehenden Lehrer undenkbar, während der Ausbildungsphase (und auch danach) das Bundesland zu wechseln. Mobilität war ein Tabu und Fremdwort. Mittlerweile, genau genommen seit einigen Jahren, ist der Weg, das Bundesland vor dem Referendariat zu wechseln, mit weniger Hürden bepflastert. Fit4Ref erklärt Dir im folgenden Beitrag, wie Du Dich am besten auf einen Bundeslandwechsel vor dem Referendariat vorbereitest und worauf Du speziell achten musst.

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Bundeslandwechsel vor dem Referendariat

Warum ein Bundeslandwechsel vor dem Referendariat mit Hürden verbunden sein kann

Wie Du weißt, ist Bildung bekanntlich Ländersache. Es gibt, je nach Bundesland, in der Lehrerausbildung diverse Unterschiede in der Regelung der Lehramtsstudiengänge, sowie des Vorbereitungsdienstes. Nehmen wir zum Beispiel die Dauer des Referendariats: Dies kann sich um mehrere Monate unterscheiden. Dies gilt auch für die Abschlüsse des Masters of Education, sowie dem 1. Staatsexamen.

Es ist auch eine Tatsache, dass die möglichen Fächerkombinationen, die Anzahl der Unterrichtsbesuche, die Studentenzahl und der Aufbau des Vorbereitungsdienstes von Bundesland zu Bundesland abweichen. Durch das Zusammenspiel all dieser Faktoren und verschiedenen Regelungen sahen einige Bundesländer die gleichwertige Ausbildung als Voraussetzung für einen unkomplizierten Wechsel vor, während und nach dem Referendariat nicht immer gewährleistet.

Bessere Wechselchancen aufgrund des Beschlusses aus dem Jahr 2013

Bereits 1999 wurde der Grundstein von der Kultusministerkonferenz in einem Beschluss gelegt. Gegenstand des Beschlusses war die gegenseitige Anerkennung von Lehramtsprüfungen und Lehramtsbefähigungen. Dies dazu, um mehr Mobilität im Lehrberuf zu gewährleisten. Viele Studenten machten jedoch die Erfahrung, dass es unkomplizierter zu sein schien, in ein anderes EU-Land zu wechseln, als z.B. nach Bayern. Um dieses Manko zu verbessern, wurde am 7. März 2013 dieser Beschluss verabschiedet:“ Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften!

Alle Bundesländer verpflichteten sich im Rahmen dieses Beschlusses, die Abschlüsse der Lehrerausbildung gegenseitig anzuerkennen. Dies war der Spatenstich, um allen angehenden Lehrern, die ein Lehramtsstudium – unabhängig vom Bundesland – absolviert haben, einen gleichberechtigten Zugang zum Vorbereitungsdienst zu gewähren.

Was Du beim Bundeslandwechsel beachten solltest

Damit Du beim Wechsel vor dem Referendariat keine bösen Überraschungen erlebst, solltest Du diese Punkte beachten, die Dir Fit4Ref zusammengestellt hat:

  1. Wird Deine bisherige Ausbildung im neuen Bundesland anerkannt?

    Beim Wechsel in ein neues Bundesland könntest Du mit einigen Fachkombinationen Schwierigkeiten bekommen, wenn diese im Ziel-Bundesland nicht angeboten werden. Ein Beispiel ist die Fachkombination Dänisch-Niederländisch im Bundesland Hessen.

    Eine weitere Voraussetzung, die vor allem für Bayern und Hessen gefordert wird, ist eine Lehrbefähigung für Grundschullehrer, die die Fächer Deutsch, Mathematik und ein weiteres Fach betreffen.

    Bayern behält sich zurzeit vor, Bewerber nicht in ein Beamtenverhältnis aufzunehmen, die einen deutlich kürzeren Vorbereitungsdienst absolviert haben, als die, in Bayern üblichen 24 Monate. Diese Bewerber werden zunächst im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses eingestellt.

  2. Ein Überblick über die Bewerbungsfristen ist von Vorteil!

    Die Bewerbungsfristen für das Referendariat, sprich, eine Einstellung als Lehrkraft sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich anberaumt.

    Für das Referendariat werden Dir zum Teil zwei Einstellungstermine offeriert. Beginne daher zeitnah mit den Beantragungen all Deiner Unterlagen, da diese von den Behörden unterschiedlich schnell oder schleppend bearbeitet werden. Du weißt bestimmt, wie mühsam der Verwaltungsapparat arbeiten kann und wie viele Dokumente für Dein Referendariat nötig sind.

    In einzelnen Bundesländern beginnen die Sommerferien unterschiedlich. Falls Du noch nicht all Deine Noten erhalten hast, wenn in einem anderen Bundesland die Bewerbungsfrist bereits zur Deadline kommt, solltest Du Dich rechtzeitig bei den zuständigen Stellen informieren, bis zu welcher Frist Du Deine Zeugnisse nachreichen kannst.

Eine Hürde: Der Wechsel während des Referendariats

Falls es sich vermeiden lässt, raten wir Dir dringend an, Dein Referendariat innerhalb eines Bundeslandes zu absolvieren. Der Ablauf des Vorbereitungsdienstes in den diversen Bundesländern unterscheidet sich teilweise erheblich. Dadurch wird ein Wechsel sehr schwierig und – in einigen Fällen – leider auch unmöglich. Was Du machen kannst ist, das Referendariat im alten Bundesland abzubrechen und eine Neubewerbung im Wunsch-Bundesland zu beantragen.

Mögliche Gründe für eine Unterbrechung des Referendariats:

Im Falle von Krankheit, Schwangerschaft, Aufnahme eines Studiums oder der Pflege eines nahen Angehörigen kannst Du Dein Referendariat verlegen. Achte jedoch darauf, dass es unter Umständen passieren könnte, dass Deine bisher geleistete Zeit im Vorbereitungsdienst nicht oder nur teilweise angerechnet wird.

Wende Dich zeitnah und ehestmöglich an die zuständige Stelle im Regierungspräsidium und informiere Dich über Deine Möglichkeiten und Bestimmungen im neuen Bundesland, wenn Du einen Wechsel des Bundeslandes vor dem Referendariat anstreben möchtest.

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