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Classroom Management: Tipps für mehr Struktur im Schulalltag

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Ein gutes Classroom Management hilft dir dabei, ein positives Lernumfeld für deine Schüler*innen zu schaffen. Es gibt verschiedene Methoden, mit denen du etwas im Klassenzimmer und im Unterricht umgestalten kannst. Das Ziel: weniger Ablenkung, mehr Konzentration. Ein wichtiger Punkt ist natürlich auch der Wohlfühlfaktor – denn nur wenn sich deine Schüler*innen sicher fühlen und Freude am Lernen haben, trägt dein Unterricht Früchte. Wir zeigen dir hier, was alles zum Classroom Management gehört und wie du es umsetzen kannst.

Classroom Management: Tipps für mehr Struktur im Schulalltag

Classroom Management für ein positives Klassenklima

Unter Classroom Management werden alle Aktivitäten einer Lehrkraft hinsichtlich der Klassenführung, Unterrichtsumsetzung und Klassenorganisation verstanden. Das Konzept wurde in den USA entwickelt.

Generell umfasst Classroom Management alle Methoden, die dabei helfen, Ordnung im Klassenzimmer zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig sollen sie die Lernbereitschaft der Klasse fördern sowie die Beziehung der Schüler*innen untereinander und zur Lehrkraft verbessern.

Vorteile eines guten Classroom Managements

Es gibt einige Gründe, warum du dich mit dem Thema Classroom Management beschäftigen solltest. Denn ein gutes Classroom Management zielt auf einige Vorteile ab, von denen du und deine Klasse profitieren:

  • strukturierter Unterrichtsablauf und effektives Lernen
  • Fehlverhalten von Schüler*innen wird reduziert
  • die Schüler*innen fühlen sich wahrgenommen
  • Motivation der Schüler*innen sowie die Unterrichtsbeteiligung steigt
  • es werden größere Lernerfolge erzielt
  • die Klassengemeinschaft wird gestärkt

Classroom Management kann zudem ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen den Schüler*innen und der Lehrkraft fördern. Das ist die Basis dafür, dass sich die Schüler*innen im Klassenzimmer wohlfühlen. Gleichzeitig kannst du offen mit deiner Klasse sprechen und beispielsweise Mobbing früh erkennen.

Unser Tipp: Für ein positives Klassenklima ist es unerlässlich, dass alle an einem Strang ziehen. Deshalb ist Kommunikation nicht nur im Klassenzimmer von großer Bedeutung. Auch der Kontakt zu den Eltern der Schüler*innen ist wichtig, um dir ihre Unterstützung zu sichern.

7 Tipps fürs Classroom Management

Die große Frage ist, mit welchen Methoden du das Classroom Management selbst umsetzen kannst. Wir haben ein paar Tipps für dich.

Classroom Management: Tipps für mehr Struktur im Schulalltag
Abbildung 1: 7 Tipps fürs Classroom Management

Willkommensrituale

Führe Rituale ein, mit denen du deine Schüler*innen am Anfang einer Unterrichtsstunde begrüßt. Das fängt schon bei einem einfachen „Guten Morgen, Frau/Herr XY“ an. Ihr könnt euch aber auch die Zeit für einen wöchentlichen Morgenkreis nehmen, um über die Erlebnisse am Wochenende zu sprechen.

Genauso könnt ihr aber auch eine Bewegungspause als Ritual einführen. Das ist besonders praktisch, wenn du gerade mit einem komplizierten Thema beginnst und die Köpfe der Schüler*innen zu rauchen scheinen.

Regeln im Klassenzimmer

Was macht man, wenn es im Unterricht zu laut wird? Wie werden Gruppen gebildet? Wer macht die Tafel sauber? Was passiert, wenn man die Hausaufgaben vergisst? Wenn du gemeinsam mit deiner Klasse Regeln und eventuelle Konsequenzen für das Nicht-Einhalten festlegst, läuft dein Unterricht reibungsloser. Alle wissen Bescheid und ihr müsst nicht erst darüber sprechen, wie vorgegangen werden soll.

Die Regeln können beispielsweise den Umgang mit Klassenkamerad*innen betreffen, aber genauso auch Ordnungsdienste wie Müll aufsammeln oder regelmäßig zu lüften.

Wenn du deine Schüler*innen an diesem Prozess beteiligst, zeigst du ihnen, dass ihre Meinung zählt. Das führt dazu, dass sie sich wahrgenommen fühlen und gemeinsame Entscheidungen respektieren.

Ordnung im Klassenraum

Zudem sollte das Klassenzimmer ordentlich sein. So stellst du sicher, dass die Schüler*innen im Unterricht nicht unnötig abgelenkt werden.

  • Dinge, wie Bastelmaterialien oder Arbeitsblätter, haben einen festen Platz.
  • Dekorationen und Plakate werden so aufgehangen, dass sie nicht zur Reizüberflutung führen.
  • Es gibt eine Tischordnung und Platz, um ohne Probleme durch das Klassenzimmer zu laufen.
  • Falls möglich, gibt es für bestimmte Tätigkeiten eigene Bereiche, wie beispielsweise eine Leseecke.
  • Müll fliegt nicht wahllos herum, sondern wird regelmäßig aufgesammelt.

Achtsamkeit im Unterricht

Generell ist es wichtig, dass du im Klassenzimmer präsent bist. Nur, wenn die Schüler*innen das Gefühl haben, dass du alles mitbekommst, halten sie sich an Regeln und sind aufmerksam.

Achte dazu auf deine Körpersprache und deine Mimik. Nimm beispielsweise Blickkontakt auf, wenn du mit deinen Schüler*innen sprichst. Oder beweg dich auch im Klassenzimmer, ohne den Schüler*innen zu dicht auf die Pelle zu rücken.

Ebenso solltest du darauf vorbereitet sein, wenn es mal zu Störungen im Unterricht kommt. So kannst du souverän reagieren und schnell wieder zum Unterricht zurückkommen.

Klare Unterrichtsstruktur

Classroom Management beginnt schon bei der Unterrichtsvorbereitung. Dein Unterricht sollte einen roten Faden haben und der Ablauf nachvollziehbar sein.

Unser Tipp: Das schaffst du beispielsweise, indem du deiner Klasse am Anfang eines Halbjahres einen Fahrplan für den Unterricht vorstellst. Sobald ihr ein neues Thema beginnt, kannst du immer wieder darauf zurückkommen, damit deine Schüler*innen den Überblick behalten.

Anreize für Beteiligung

Dein Unterricht sollte alle Schüler*innen abholen. Dazu kannst du zum Beispiel kreative Lernmethoden oder Gruppenarbeiten einbinden. Besonders letzteres fördert gleichzeitig die Klassengemeinschaft.

Wenn du solche Anreize schaffst, hältst du deine Klasse nicht nur auf Trab. Zusätzlich sorgst du auch dafür, dass sie aus eigenem Antrieb konstruktiv am Unterricht teilnehmen und sich in Partner- oder Gruppenarbeit gegenseitig dazu motivieren.

Eigenverantwortung der Schüler*innen

Gib deinen Schüler*innen die Möglichkeit, selbst Verantwortung zu übernehmen. So können sie lernen, dass ihr Beitrag gewürdigt und geschätzt wird. Was wiederum dazu führt, dass sie sich gerne einbringen.

Dazu können deine Schüler*innen eine*n Klassensprecher*in wählen, eine Klassenkasse einführen, abwechselnd den Ordnungsdienst übernehmen oder Projekte wie Ausstellungen, Vorführungen oder Spendenprojekte ins Leben rufen.

Fazit: Schaffe mit einem guten Classroom Management eine produktive Lernatmosphäre

Beim Classroom Management geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem deine Schüler*innen bestmöglich lernen und sich entwickeln können. Das findet auf unterschiedlichen Ebenen statt: von der Unterrichtsvorbereitung, über das Klassenzimmer bis hin zur Kommunikation zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen. Wichtig ist, dass du deinen Schüler*innen zeigst, dass du sie ernstnimmst und sie an Entscheidungen beteiligst. Ebenso helfen dir Präsenz im Klassenzimmer, gemeinsame Rituale und Regeln sowie spannend gestalteter und nachvollziehbarer Unterricht dabei, dein Classroom Management zu optimieren.

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