Trotz bundesweiter Verhandlungen sind die Bundesländer eigens für die Besoldung ihrer Beamt*innen zuständig. Im Referendariat richtet sich die Höhe der Vergütung nach den Besoldungsgruppen, der später angestrebten Schulform und dem jeweiligen Bundesland. In den meisten Bundesländern hast du während des Referendariats ein Beamtenverhältnis als Beamtin auf Widerruf, wodurch dir Ansprüche auf Anwärter*innenbezüge zustehen. Wie viel Gehalt du im Referendariat bekommst, hängt davon ab, welchen Familienstatus du hast und in welche Besoldungsgruppe du fällst. Dies ist wiederum von der Schulform abhängig.
Im Jahr 2026 befindet sich die Besoldung von Lehrkräften im Referendariat für das Lehramt an Grundschulen bundesweit in einer Übergangsphase. Hintergrund ist die schrittweise Anhebung der Einstiegsbesoldung für ausgebildete Grundschullehrkräfte von A12 auf A13. Entsprechend unterscheiden sich sowohl die Zuordnung des Referendariats zu A12 oder A13 als auch die Höhe der Anwärterbezüge weiterhin zwischen den Bundesländern und richten sich nach den jeweiligen landesrechtlichen Regelungen. Während die meisten Länder die Umstellung bereits vollzogen haben oder sich in der Umsetzung befinden, werden Grundschullehrkräfte in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Jahr 2026 überwiegend noch nach A12 besoldet; auch dort sind jedoch Reformen zur Einführung der Besoldungsgruppe A13 beschlossen oder auf den Weg gebracht. Aktuell verdient man im Referendariat in Saarland an einer Grundschule mit A12 1.676,20 € brutto im Monat, am Gymnasium mit A13 hingegen 1.707,82 €.
Die Besoldung während des Referendariats liegt deutschlandweit – je nach Bundesland und Besoldungsgruppe – zwischen 1.666,91 € brutto pro Monat in Niedersachsen und 1.860,41 € brutto pro Monat in Hessen (Stand: Juli 2026).
Tabelle 1: Übersicht der Anwärter*innengrundbeträge während des Referendariats – adaptiert von dbb beamtenbund und tarifunion (Stand: Juni 2026).
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Bundesland
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Besoldungsgruppe
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A13Z (A13 + (Struktur-) Zulage mtl. (€))
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A13 Anwärtergrundbetrag mtl.(€) |
A12 Anwärtergrundbetrag mtl. (€) |
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Baden-Württemberg
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1.762,62
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1.726,46
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1.693,53
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Bayern
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1.770,08
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1.735,21
|
1.703,44
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Berlin
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1.756,14
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1.717,47
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1.682,25
|
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Brandenburg
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1.774,42
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1.740,10
|
1.708,84
|
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Bremen
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1.728,85
|
1.692,41
|
1.659,25
|
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Hamburg
|
-
|
1.827,17
|
-
|
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Hessen
|
1.860,41
|
1.814,14
|
1.772,02
|
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Mecklenburg-Vorpommern
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1.749,08
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1.712,80
|
1.679,79
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Niedersachsen
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1.761,92
|
1.722,66
|
1.666,91
|
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Nordrhein-Westfalen
|
1.829,43
|
1.793,28
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1.760,37
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Rheinland-Pfalz
|
1.783,13
|
1.746,71
|
1.713,55
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Saarland
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1.742,56
|
1.707,82
|
1.676,20 |
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Sachsen
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-
|
1.855,10
|
1.786,79 |
|
Sachsen-Anhalt
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1.778,85 |
1.744,00 |
1.712,28
|
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Schleswig-Holstein
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1.783,52
|
1.746,53
|
1.712,84
|
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Thüringen
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1.782,92
|
1.743,92
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1.708,40
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Hinweis: Die Anwärterbezüge sind einkommensteuerpflichtig, aber sozialversicherungsfrei (keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Arbeitslosenversicherung).
Wie sieht es mit Gesamtschulen aus?
Hallo Selina! Vielen Dank für Deine Nachfrage. Bitte entschuldige die späte Antwort. Wenn du dich fragst, wie viel Geld Lehrkräfte an Gesamtschulen verdienen, schau am besten direkt unter „Lehrer*innengehalt an Sekundarstufen“ nach.
auch lehrkräfte werden in sachsen verbeamtet, nicht nur schulleiterinnen und co. (ab einem bestimmten alter nicht mehr)
Hallo Vera! Vielen Dank für deine Nachricht, es stimmt, mittlerweile werden auch wieder Lehrkräfte in Sachsen verbeamtet. Nach aktueller Rechtslage zunächst bis 31.12.2030. Wir haben den Blogartikel direkt aktualisiert. Danke für deinen Hinweis.
Ändert sich die Vergütung, wenn man das Referendariat in Teilzeit absolviert?
Hallo Bea!
Kurz gesagt: Ja. Wenn du deinen Vorbereitungsdienst in Teilzeit absolvierst, ändert sich die Besoldung entsprechend der reduzierten Ausbildungsstunden. Insgesamt erbringst du vollen Ausbildungsleistungen, die im jeweiligen Bundesland festgelegt sind, jedoch zeitlich gestreckt, etwa zur Betreuung eines Kindes oder zur Pflege eines Angehörigen. Dabei gibt es unterschiedliche Teilzeit-Modelle (z. B. 50 %, 60 % oder 75 %). Je geringer der Teilzeit-Anteil, desto geringer sind deine Bezüge, aber desto länger dauert der Dienst insgesamt.
Beachte: Der Antrag auf Teilzeit muss meist mit der Bewerbung zum Vorbereitungsdienst gestellt werden.